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HR sieht KI kommen, fühlt sich aber nicht fit dafür

Eine Frau blickt nachdenklich auf eine Art virtuelles Tablet, auf dem Menschensymbole abgebildet sind
HR-Personalverantwortliche in Deutschland ist KI zwar kein Schreckgespenst, doch die meisten fühlen sich schlecht vorbereitet.
Foto: © Jakub Jirsák/StockAdobe

Wie schätzen Personal- verantwortliche den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in HR-Prozessen ein? Eine aktuelle Befragung ergab, dass die meisten Personaler zwar nicht negativ eingestellt sind, sich aber schlecht vorbereitet fühlen.

Die Mehrheit der HR-Verantwortlichen ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz künftig auch die Personalarbeit maßgeblich beeinflussen wird. Rund drei Viertel der Personaler (76 Prozent) gehen davon aus, dass KI-Anwendungen eine wesentliche Rolle im HR-Arbeitsalltag spielen werden. Das geht aus einer Befragung von > Viasto hervor. Dafür wurden im Oktober HR-Verantwortliche aus 76 Unternehmen befragt.

Nur jeder zehnte HR-Verantwortliche hat große Bedenken

Was die Einstellung gegenüber künstlicher Intelligenz betrifft, so ist Skepsis bei den HR-Verantwortlichen eher gering ausgeprägt. Fast sechs von zehn der Befragten (57 Prozent) gaben an, dass sie keine Bedenken bezüglich der Nutzung von KI im HR-Umfeld haben. Lediglich jeder zehnte Personaler meldet ausdrücklich Vorbehalte an. Die Mehrheit macht sich auch keine Sorgen darüber, dass Kandidaten durch den Einsatz Bedenken haben könnten: 84 Prozent der Studienteilnehmer glauben nicht, dass KI in der Jobsuche oder Personalauswahl potenzielle Bewerber abschreckt. Eine Bewerberumfrage von Viasto, die ebenfalls im Oktober durchgeführt wurde, bestätigt diese Einschätzung: Mehr als zwei Drittel der Kandidaten bewerteten den Einsatz von Algorithmen im Bewerbungskontext positiv.

Fast drei Viertel der Personaler sieht sich hinsichtlich KI schlecht aufgestellt

Trotz der hauptsächlich positiven Einstellung gegenüber KI im Personalmanagement haben viele HR-Verantwortliche das Gefühl, bisher nicht ausreichend auf die Nutzung vorbereitet zu sein: 71 Prozent von ihnen glauben, dass sie persönlich nicht gut auf die digitale Zukunftstechnologie eingestellt sind. Zwei Drittel der befragten Personaler halten auch ihr Unternehmen in diesem Zusammenhang insgesamt für schlecht präpariert. Ähnlich sieht es bei den Bewerbern aus: Zwar denken 80 Prozent, dass Künstliche Intelligenz in Zukunft eine größere Rolle im Bewerbungsprozess spielen wird, doch rund zwei Drittel (67 Prozent) fühlen sich schlecht darauf vorbereitet.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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