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Neue Plattform: Personalpartnerschaften statt Kurzarbeit

Zwei Hände fügen zwei ineinander passende Puzzlestücke zusammen
Wo dem einen Personal fehlt, hat in Zeiten von Corona der andere möglicherweise freie Mitarbeiterressourcen. Bild: PublicDomainPictures/Pixabay

Firmen, die unter Auftragseinbrüchen leiden und ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssten, können auf der Plattform › mindshyft.de ihre freien Personalressourcen einstellen, mit Angaben zu zeitlicher und örtlicher Verfügbarkeit. Diese können Unternehmen, die unter akutem Personalmangel leiden, einsehen oder eigene Bedarfseinträge auf der Plattform schalten.

“Personalpartnerschaften sind ein innovatives Instrument, mit dem Unternehmen in der Corona-Krise ihre Mitarbeiter vor Einkommensverlusten schützen können. Gleichzeitig profitieren andere Unternehmen, die ihren kurzfristigen Personalmehrbedarf nicht decken können”, sagt Philipp Langhanke, Chef und Co-Gründer von Mindshyft.

Wenn sich Unternehmen finden, deren Angebote und Bedarfe zueinander passen, kommt ihnen eine › vorübergehende Lockerung der Bestimmungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zugute. Das Bundesarbeitsministerium stellt klar, dass Arbeitnehmer aktuell ausnahmsweise auch ohne Erlaubnis nach dem AÜG anderen Unternehmen überlassen werden dürfen. Voraussetzungen sind unter anderem die Zustimmung der Arbeitnehmer und die zeitliche Begrenzung auf die aktuelle Krisensituation. Auf Mindshyft lassen sich Vertragsvorlagen herunterladen, um die Personalpartnerschaft rechtlich auf sichere Beine zu stellen.

Das neue Portal wirbt damit, Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen zu verbinden, und nicht nur Unternehmen aus stark betroffenen Branchen wie Handel und Landwirtschaft.

Das Startup Mindshyft ist Anfang dieses Jahres gegründet worden, ursprünglich zur Entwicklung einer Personalüberlassungs-Plattform für branchenspezifische Wirtschafts- und Unternehmenskrisen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Gründer nun eine Beta-Version für alle Unternehmen online gestellt. Bis auf Weiteres soll sie kostenlos nutzbar sein.