Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Klarheit schafft Bindung

Foto: Pixabay/rawpixel
Foto: Pixabay/rawpixel

Wie transparent arbeiten Unternehmen, wie gut wissen Mitarbeiter über die Unternehmensziele Bescheid und welche Auswirkungen hat das auf ihren Job? Die große Mehrheit der Mitarbeiter kennt zwar die Ziele des Unternehmens und auch die Ziele des eigenen Teams, es fällt ihnen jedoch schwer, sie mit ihrer alltäglichen Tätigkeit in Zusammenhang zu bringen. Wurden relevante Unternehmensentwicklungen nicht ausreichend kommuniziert, zieht fast ein Drittel der im Rahmen der Studie Befragten Konsequenzen und verlässt das Unternehmen.

1. Missionen von Unternehmen sind überwiegend klar, ihre Ziele hingegen weniger

Fakt: Die von Asana befragten Mitarbeiter geben an, die Mission (93 Prozent) und die Ziele des Unternehmens (85 Prozent), in dem sie arbeiten, zu kennen und sich über die Ziele des eigenen Teams im Klaren zu sein (85 Prozent). Mitarbeiter ohne Führungsrolle kennen vor allem die Mission des Unternehmens (91 Prozent), aber weniger dessen Ziele (79 Prozent) oder die ihres Teams (80 Prozent).

Transfer: Unternehmen machen bereits einiges richtig. Denn die Mission, die Unternehmens- und Teamziele werden oft transparent kommuniziert und sind den Mitarbeitern bekannt. Unterschiede gibt es aber zwischen Mitarbeitern mit und denen ohne Führungsposition. Bei Mitarbeitern ohne Führungsrolle gibt es noch etwas Nachholbedarf und gerade Unternehmensziele und auch die Ziele der jeweiligen Teams müssen ihnen noch stärker vermittelt werden. Die Informationen müssen unabhängig von der Position eines Mitarbeiters kommuniziert werden. Es sollte keine Unterschiede zwischen den Hierarchieebenen geben, wenn es um essenzielles Wissen wie Ziele und Missionen geht.

2. Verbindung zwischen Zielen und Alltagsaufgaben herzustellen, ist eine Herausforderung

Fakt: Trotz des hohen Wissensstandes bei den Mitarbeitern zeigt die Studie, dass vielen im Alltag der Zusammenhang zwischen Aufgaben und Zielen unklar ist. 59 Prozent denken, dass sie nicht immer genügend Einblicke darin haben, wie ihre eigene Arbeit die Unternehmensziele beeinflusst. Mitarbeiter in leitender Position (54 Prozent) und in Start-ups (72 Prozent) geben häufiger an, sich darüber im Klaren zu sein. Mindestens einmal im Monat arbeiten 42 Prozent der Befragten sogar an etwas, bei dem sie den zugrunde liegenden Nutzen für das Unternehmen nicht in Gänze verstehen.

Transfer: Die Verbindung zwischen Zweck, Zielen und konkreter täglicher Arbeit herzustellen, damit Mitarbeiter den Sinn hinter ihren Aufgaben besser verstehen, wird für viele Unternehmen eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren sein. Nur so können sie Mitarbeiter langfristig binden und zufriedenstellen. In Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels ist das von substanzieller Bedeutung und ein möglicher Wettbewerbsvorteil.

3. Transparenz erhöht Produktivität und Engagement unter Mitarbeitern

Fakt: Das Verständnis von Zielen wirkt sich laut 43 Prozent der Befragten deutlich auf die Motivation von Mitarbeitern aus. Auch Produktivität und Engagement wachsen, wenn Mitarbeiter die Unternehmensziele kennen. Das sagen 36 Prozent beziehungsweise 37 Prozent der Befragten.

Transfer: Die transparente und verständliche Kommunikation von Zielen wirkt sich langfristig auf entscheidende Faktoren wie Produktivität und Motivation aus und damit auf den Unternehmenserfolg. Schon bei der Planung von Projekten und der Verteilung von Aufgaben sollten Unternehmen beachten, inwieweit das Verständnis der Mitarbeiter, was die dahinter liegenden Ziele angeht, den Erfolg letztendlich beeinflussen kann.

4. Uneindeutige und geänderte Ziele führen zu Kündigungen

Fakt: Laut der Studie sind Angestellte durchaus bereit, Konsequenzen zu ziehen: 59 Prozent haben schon einmal gekündigt oder in Betracht gezogen zu kündigen, weil relevante Unternehmensentwicklungen entweder gar nicht kommuniziert oder nicht klar genug kommuniziert wurden. Beinahe ein Drittel der Befragten (27 Prozent) berichten, aufgrund einer sich ändernden Mission, veränderter oder unklar kommunizierter Ziele ein Unternehmen verlassen zu haben. Am konsequentesten sind dabei Frauen (30 Prozent) und Jüngere unter 30 Jahre (31 Prozent).

Transfer:
Unternehmen sehen sich in einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Sie können es sich schlicht nicht leisten, ihre Talente zu verlieren, weil sie mit der unklaren oder inkonsistenten Kommunikation von Mission und Zielen nicht einverstanden sind. Work-Management-Plattformen bieten beispielsweise an, konkrete Maßnahmen zur Klarheit von Plan, Zweck und Verantwortung zu ergreifen, um die Produktivität zu steigern.

5. Mitarbeiter trauen sich mehr Verantwortung zu

Fakt: 39 Prozent haben nicht immer das Gefühl, genügend Verantwortung zu haben. Vor allem bei jüngeren Mitarbeitern tritt das Phänomen auf, ebenso in großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern. Zudem sind 28 Prozent der Befragten der Ansicht, das eigene Unternehmen leide unter mangelnder Klarheit in der Führung. Bei Angestellten großer Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern ist dieses Problem am größten (34 Prozent).

Transfer: Unabhängig von der Größe der Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter mehr Verantwortung in gewissen Bereichen. Ganz besonders junge Arbeitnehmer sind lernbereit und können deshalb an neuen Aufgaben mit mehr Verantwortung wachsen. So bereiten sie sich zudem besser auf künftige Führungspositionen vor. Vor allem in großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sollte noch stärker an einer Führung gearbeitet werden, die die interne Kommunikation mit im Blick hat und den Wissensaustausch fördert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen noch einiges zu tun haben, um den in der Studie hervorgehobenen Herausforderungen zu begegnen. Produktivität und Transparenz sind zwei Dinge, die mithilfe von verschiedenen Tools einfach und konsequent verbessert werden können. Sie tragen dazu bei, die Arbeitsprozesse zu vereinfachen und mehr Klarheit und Transparenz zu schaffen. Das steigert schlussendlich auch die Produktivität in Unternehmen, den Erfolg von Projekten und damit auch den Erfolg ganzer Unternehmen.


Die Studie
Asana, die Work-Management-Plattform für Teams, hat die Studie in Zusammenarbeit
mit Statista in Deutschland durchgeführt. Befragt wurden 1041 Angestellte und
leitende Mitarbeiter zwischen 18 und 65 Jahren in Unternehmen verschiedener Größen.
Der Befragungszeitraum war September 2018.

Bilderstrecke: Welche Bedeutung haben klare Ziele für Mitarbeiter?

Eine Umfrage von Asana in Zusammenarbeit mit Statista gibt Aufschluss darüber, wie transparent Unternehmen ihre Missionen, Visionen und Ziele an Mitarbeiter kommunizieren. Hier sehen Sie die Ergebnisse grafisch dargestellt.

Foto:© 2019 Asana/Statista

Bei Mitarbeitern ohne Führungsrolle herrscht Nachholbedarf bei der Kommunikation der Unternehmensziele. Diese sollten, unabhängig von der Position eines Mitarbeiters, an alle kommuniziert werden.

© 2019 Asana/Statista

Nur etwa die Hälfte der Befragten – sowohl mit als auch ohne Leitungsfunktion – sind der Meinung, dass das Management-Team tatsächlich weiß, welche Arbeit die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter wirklich leisten.

© 2019 Asana/Statista

Im Durchschnitt arbeiten noch zu viele Mitarbeiter an Projekten und Aufgaben, deren Sinn und Zweck für das Unternehmen sich ihnen nicht erschließt.

© 2019 Asana/Statista

Es sind doch eher die Mitarbeiter mit Führungsverantwortung, die engagierter, motivierter und produktiver sind, wenn sie die Unternehmensziele kennen.

© 2019 Asana/Statista

Das Gefühl der Verantwortung für ihre Arbeit ist bei den Mitarbeitern mit Führungsposition ausgeprägter, als bei denen ohne. Da ist noch Nachholbedarf für das Management.

© 2019 Asana/Statista

Eigentlich sollte die Zahl derjenigen, die ohne einen genannten Grund von einem Projekt abgezogen wurden, sehr gering sein. Das muss das Ziel der Kommunikation sein, denn Klarheit schafft Bindung.