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Psychische Belastungen noch zu wenig beachtet

Im Arbeits- und Gesundheitsschutz dominieren nach wie vor die klassischen Themen der Unfallverhütung. So ist für vier von fünf der Befragten (80 Prozent) die Gestaltung der Arbeitsstätte besonders wichtig, für zwei Drittel (65 Prozent) der sichere Einsatz von Arbeitsmitteln, Maschinen und Geräten. Psychische Belastungen werden aber nur von einer Minderheit (25 Prozent) als besonders wichtig erachtet. So lautet die Auskunft von mehr als 800 Unternehmen, die sich den Fragen des > Dekra-Arbeitssicherheitsbarometers 2015/2016 stellten und ihre Prioritäten angaben.

Leichte Zunahme der Arbeitsunfälle

Die Untersuchung zeigte ebenso, dass es im vergangenen Jahr in der gewerblichen Wirtschaft und im Öffentlichen Sektor zu mehr als 880.300 meldepflichtigen Arbeitsunfällen kam. Diese Zahl liegt leicht über dem Vorjahreswert von rund 874.500. Die Unfallrisiken unterscheiden sich je nach Branche erheblich. Die meisten Unfälle geschehen – nach Angaben der jeweiligen Berufsgenossenschaften – in der Bauwirtschaft. Es folgen die Betriebe der Branchen Holz und Metall sowie Transport und Verkehrswirtschaft mit durchschnittlich knapp 40 Unfällen auf 1.000 Vollarbeiter. Die wenigsten Unfälle gibt es in der Verwaltung und in sozialen Berufen.

Zu den Gründen für Arbeitsunfälle zählen die Arbeitgeber in fast drei Viertel der Fälle (73 Prozent) ein fehlerhaftes Verhalten der Mitarbeiter. Als weitere Risikofaktoren folgen “Unkenntnis” (46 Prozent) und “zunehmender Druck auf die Mitarbeiter” (45 Prozent). Das “Älterwerden” der Beschäftigten wird mit über einem Drittel (36 Prozent) ebenfalls häufig genannt. Technische und organisatorische Gründe spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.