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Psychische Leiden unter den häufigsten Ursachen

Frauen fehlen öfter aufgrund psychischer Erkrankungen als Männer.
Foto: © Jürgen Fälchle/Fotolia.de
Frauen fehlen öfter aufgrund psychischer Erkrankungen als Männer.
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Der bundesweite Krankenstand ist 2016 über alle Diagnosen hinweg im Vergleich zum Vorjahr von 4,23 auf 4,18 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Allerdings ging nicht die Anzahl der Krankschreibungen zurück, sondern lediglich die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung von 12,8 auf 12,6 Tage. Für 2016 verzeichnete der TK-Report hierzulande 5,77 Millionen Arbeitsunfähigkeiten und 75 Millionen Fehltage. Im Durchschnitt lag der Krankenstand bei 4,18 Prozent; damit wurde der Trend der steigenden krankheitsbedingten Fehltage der Vorjahre nicht fortgesetzt. Grundlage für die Auswertung sind die Krankschreibungen der derzeit 4,8 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ALG-I-Empfänger).

Der größte Anteil der Fehlzeiten entfiel im letzten Jahr mit 2,91 Tagen pro Versichertem auf Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die Diagnose Rückenschmerzen mit durchschnittlich 0,81 Fehltagen war dabei die wichtigste Einzeldiagnose.

Frauen von psychischen Erkrankungen stärker betroffen

Die psychisch bedingten Fehlzeiten sind laut Bericht von 2006 bis 2016 um 86 Prozent angestiegen. Im letzten Jahr stagnierte die Zahl allerdings – der allgemeinen Tendenz entsprechend – auf hohem Niveau. Von den 15,2 Fehltagen, die Erwerbspersonen im vergangenen Jahr durchschnittlich krankgeschrieben waren, entfielen 2,7 Tage auf psychische Erkrankungen. Im Jahr 2006 waren psychische Störungen demgegenüber erst für etwa 1,4 Fehltage pro Person verantwortlich. Frauen waren wie auch zuvor stärker betroffen mit 2,7 Fehltagen gegenüber zwei Tagen bei den Männern. Bei Frauen führten psychische Störungen sogar zu den am meisten gemeldeten Erkrankungstagen.

Sechs der zwölf Top-Diagnosen entfallen auf psychische Beschwerden

Unter den zwölf Top-Diagnosen, die für die meisten Fehlzeiten ursächlich sind, sind die Hälfte psychische Diagnosen: depressive Episode (Platz drei, 0,8 Tage pro Person), Anpassungs- und Belastungsstörungen (Platz vier mit 0,5 Tagen, rezidivierende Depression (Platz 5 mit 0,3 Tagen), andere neurotische Störungen (Platz acht mit 0,3 Tagen), somatoforme Störungen (Platz neun mit 0,2 Tagen) sowie andere Angststörungen (Platz zwölf mit 0,2 Tagen).

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