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Gesundheits-Check soll Belastungen von Mitarbeitern aufzeigen

Frau in weißem Kittel legt Mann einen Messgurt an zur körperlichen Messung von Gesundheit und Stressverhaltenper Messgurt
Die körperliche Komponente des Gesundheits-Checks misst unter anderem die Regenerationsfähigkeit nach Anspannungsspitzen. Foto: TÜV Rheinland

Der Gesundheits-Check besteht aus einem Fragebogen und einem körperlichen Check. Zunächst füllen Mitarbeiter den Online-Fragebogen aus, der Fragen zu Gesundheit und Lebensstil enthält. Dabei geht es um Informationen zu früheren, akuten oder chronischen Erkrankungen, um Blutdruckwerte, Angaben zu Diabetes, Cholesterin sowie um Auskünfte zum Schlaf-, Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Nach Ausfüllen des Fragebogens erhalten die Teilnehmer per Post einen Messsensor. Dieser wird als Brustgurt Tag und Nacht an zwei idealtypischen Arbeitstagen getragen. Während dieser Zeit erfasst das Messgerät verschiedene Informationen zum Stressniveau, auch die Herzratenvariabilität wird gemessen. Der Wert zeigt, wie die Regulationsfähigkeit des Nervensystems ist, zum Beispiel ob und wie schnell nach Anspannungsspitzen Erholungsphasen erreicht werden. Sind solche Erholungsphasen selten, sei das, so TÜV Rheinland, ein Hinweis darauf, dass eine Verhaltensänderung sinnvoll ist.

Ergebnisbericht für Mitarbeiter mit individuellen Gesundheitsempfehlungen

Die Mitarbeiter erhalten nach dem Check einen persönlichen Ergebnisbericht. Das ermögliche ihnen, Angebote zur Gesundheitsförderung gezielt auszuwählen, sagt Dominique Bialasinski, Expertin für betriebliche Gesundheitsförderung bei TÜV Rheinland. Auf Wunsch der Teilnehmer könnten Betriebsärzte, Organisationspsychologen, Sport- und Gesundheitswissenschaftler die Ergebnisse in einem vertraulichen Beratungsgespräch erläutern.

Anonymisierte Daten zeigen Arbeitgeberm Handlungsbedarf im BGM auf

Die Daten der Teilnehmer seien jedoch streng vertraulich, betont TÜV Rheinland. Der Arbeitgeber erhalte ab einer ausreichenden Zahl an Beteiligten eine anonymisierte Zusammenfassung der Ergebnisse. Die Auswertung ermögliche eine Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen, liefere Anhaltspunkte zu wichtigen Handlungsfeldern im Gesundheitsmanagement und ermögliche eine bedarfsgerechte Planung künftiger Maßnahmen.

Weitere Informationen zum Resilienz-Check gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.