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Sommerurlaub, wie hätten Sie’s denn gern?

Im Sand vor blauem Himmel und Meer liegt eine Flasche mit einem Zettel darin, der mit
Sommerurlaub – für die meisten Arbeitnehmer die wichtigste Zeit der Erholung. Wirklich offline sind allerdings nicht alle. Foto: © Janina Dierks/Fotolia.de

Die meisten Deutschen machen im Sommer circa zwei bis drei Wochen Urlaub. Ein Viertel nimmt sich in dieser Zeit sechs bis zehn Tage frei, rund die Hälfte (51 Prozent) geht elf bis 15 Tage in die Ferien. In jedem dritten Unternehmen ist die Urlaubsdauer begrenzt, das Limit liegt in diesen Fällen bei 15 Tagen. 54 Prozent der Mitarbeiter einigen sich mit Ihren Kollegen, wer wann Ferien macht und reichen aufeinander abgestimmt die Urlaubsanträge bei ihrem Vorgesetzten ein. Bei knapp einem Drittel (32 Prozent) ist eine Entscheidung des Vorgesetzten notwendig. Das geht aus einer Studie im Auftrag von > Indeed hervor, für die im Juni 1051 Berufstätige befragt wurden.

Jeder Vierte bekommt erst nach einer Woche Ferien den Kopf frei

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab an, der Sommerurlaub sei für sie die erholsamste Zeit. Allerdings benötigen die meisten ein paar Tage, bis die Entspannung auch wirklich einsetzt. Jeder dritte Studienteilnehmer sagte, dass er erst nach dem dritten Urlaubstag den Kopf von der Arbeit frei bekommt. 27 Prozent brauchen dafür sogar eine ganze Woche. Lediglich circa jeder Fünfte (22 Prozent) ist bereits ab dem ersten Tag im Urlaubsmodus. Komplett abschalten ist allerdings für rund die Hälfte der Urlauber auch in den Sommerferien nicht möglich: Ein Drittel der Arbeitnehmer ist in Ausnahmefällen für den Arbeitgeber erreichbar, zwölf Prozent sind immer und überall in Bereitschaft und fünf Prozent arbeiten sogar regelmäßig in den Ferien, indem sie telefonieren oder E-Mails beantworten – aus unterschiedlichen Gründen: Gut jeder zweite arbeitende Urlauber möchte einfach nur auf dem Laufenden bleiben, während sich 21 Prozent durch ihre Erreichbarkeit während des Urlaubs bessere Karrierechancen erhoffen.

Mehr als 30 Tage Urlaub? Gern, aber mehr Gehalt wäre besser

Im gesamten Jahr haben Arbeitnehmer hierzulande bei einer Fünftagewoche einen gesetzlichen Anspruch auf 20 Tage Jahresurlaub, der Mehrheit stehen jedoch mehr Tage zur Verfügung: 59 Prozent der Befragten sagten, dass ihnen 30 Urlaubstage zustehen, 13 Prozent wird noch mehr freie Zeit gewährt. 28 Prozent verfügen über weniger als 30 Tage. Die Studienteilnehmer wurden auch danach gefragt, ob sie sich mehr Urlaub wünschen als die verbreiteten 30 Tage. Darauf antworteten 59 Prozent, dass sie gern mehr freie Zeit hätten. 19 Prozent sagten, sie wünschten sich sogar mehr als 35 Urlaubstage. Hätten sie jedoch die Wahl zwischen zusätzlichen Tagen und mehr Gehalt, würde mehr als jeder Zweite (56 Prozent) lieber das Geld wählen. Auch für die Bewerbung bei einem Arbeitgeber stellt eine hohe Anzahl von freien Tagen für die meisten Befragten kein ausgesprochenes Attraktivitätsmerkmal dar. Vielmehr sei dies für viele Mitarbeiter und Bewerber eine Bedingung, die sie voraussetzen, sagt Frank Hensgens, Geschäftsführer bei Indeed Deutschland. Allerdings spielten gerade bei jungen, gut ausgebildeten Fachkräften Faktoren wie Urlaub, Arbeitsklima und andere soziale Faktoren eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers, während die Vergütung eine geringere Bedeutung einnehme. Dies sollten Unternehmen für die Zukunft verstärkt berücksichtigen, so Hensgens.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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