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SAP kündigt neue On-Premise-Lösung an

SAP hat Anfang Januar › angekündigt, seine On-Premise-Kunden (SAP ERP HCM) auch weiterhin mit einer Lizenzlösung zu unterstützen, trotz der zunehmenden Verlagerung von HR-Prozessen in die › Cloud (Success Factors). Die Walldorfer entsprechen damit dem Wunsch etlicher Unternehmen, ihre HR-Anwendungen auf absehbare Zeit als On-Premise-Applikation nutzen zu wollen, also als Lizenzlösung, die im eigenen Rechenzentrum betrieben werden kann.

SAP will On-Premise nun bis 2030 unterstützen

Der Softwarekonzern plant, eine neue Software für das Personalmanagement anzubieten, die auf SAP ERP HCM basiert und einen vergleichbaren Funktionsumfang besitzt (mit Ausnahme der Anwendungen SAP E-Recruiting und SAP Learning Solution). Sie soll auf einer separaten Instanz implementiert werden und eng mit SAP S/4HANA integriert sein. Die Verfügbarkeit der Lösung ist für 2023 avisiert, die Wartung soll mindestens bis 2030 laufen.

HR-Prozesse wandern zunehmend in die Cloud

Zum Hintergrund: Vor etwa sechs Jahren hat SAP den amerikanischen Talent-Management-Anbieter Success Factors übernommen und ist damit im HCM-Bereich in die Cloud-Technologie eingestiegen. Seitdem konzentriert sich der Walldorfer Softwarekonzern bei den Investitionen in sein HR-Portfolio auf SAP-Success-Factors-Lösungen. SAP ist der größte Anbieter von HR-Software in Deutschland (› HR-Softwareanbieter: Die Top 25 nach Umsatz).

Die DSAG bleibt kritisch

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) betonte in ihrem › Statement, sie begrüße den Schritt von SAP, werde aber weiter kritisch beobachten, wie die neue Lösung im Sinne der Kundenbedürfnisse ausgestaltet wird.

Es ist gut, dass SAP jetzt zumindest bis 2030 eine On-Premise-Lösung bietet und vielen unserer Mitgliedsunternehmen damit erst einmal Optionen ermöglicht,

äußerte sich Jean-Claude Flury, DSAG-Vorstand Business Networks Integration. Wichtig ist den Anwenderunternehmen laut DSAG unter anderem ein geeignetes Lizenzmodell, benötigte Funktionalitäten, die Abdeckung gesetzlicher Anforderungen, die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Integrationsfähigkeit. Man bleibe weiter im Gespräch mit SAP, heißt es in der Stellungnahme.