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Schlusslicht Personalbereich

Jeder dritte Mittelständler gibt an, den zahlreichen Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie kaum noch folgen zu können. Eine Studie, die Unternehmen mit durchschnittlich 100 Mitarbeiter befragte, zeigt auch: Die Digitalisierung des Personalbereichs spielt bislang eine geringe Rolle. Fast 40 Prozent meinen, die Digitalisierung in der Funktion Personal habe keine oder ein geringe Bedeutung. Warum?

Um herauszufinden, wie weit die Digitalisierung im Mittelstand vorangeschritten ist und welche Faktoren eine Umstellung behindern, führte das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) im Auftrag der Stadtsparkasse Düsseldorf im Frühjahr 2014 eine Unternehmensbefragung im Großraum Düsseldorf durch, die erst jetzt veröffentlicht wurde. Es wurde die Bedeutung der Digitalisierung für das Unternehmen im Allgemeinen und für verschiedene Funktionsbereiche wie Vertrieb, Produktion und Personal abgefragt.

Dabei zeigt ein zentrales Ergebnis: Die Digitalisierung hat für die einzelnen Funktionsbereiche eine höchst unterschiedliche Bedeutung: Einen großen Stellenwert hat sie für das Rechnungswesen, den Vertrieb und den Einkauf.  Jeder dritte Befragte gibt außerdem an, den zahlreichen Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie kaum noch folgen zu können.

Im Personalbereich kaum genutzt

Wenig erstaunlich ist, dass die Digitalisierung im Vertrieb (46 Prozent) eine große Rolle spielt, ebenso im Bereich Beschaffung (43 Prozent), in Logistikprozessen und dem internen Rechnungswesen. Eine geringere Rolle spielen internetbasierte Abläufe in der Strategieentwicklung sowie Produktion. Das Schlusslicht  bildet der Personalbereich mit 28 Prozent. Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen sagen sogar, die Digitalisierung in der Funktion Personal habe keine oder nur eine geringe Bedeutung. Nur bei 39 Prozent erfolgt beispielsweise die Mitarbeiterrekrutierung auch über die unternehmenseigene Homepage. Lediglich acht Prozent betreiben ein Bewerbungsportal und soziale Medien für die Personalgewinnung nutzen lediglich 15 Prozent. 

Befragt nach der zukünftigen Nutzung digitaler Instrumente zur Personalgewinnung planen 86 Prozent kein Bewerbungsportal, fast genauso viele wollen Facebook und Twitter nicht einsetzen und auch die Stellenausschreibung auf der eigener Homepage will gut die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) nicht. 

Digitale Personalgewinnung? Irrelevant

Unternehmen, die keine eigenen digitalen Instrumente zur Personalgewinnung einsetzen, halten diese mehrheitlich (60 Prozent) nicht für relevant für das eigene Unternehmen. Zwischen 10 und 15 Prozent der Unternehmer haben sich hingegen bisher noch keine Gedanken darüber gemacht, eigene digitale Instrumente für diesen Zweck einzusetzen. Andere Gründe wie Sicherheitsbedenken, begrenzte Personalkapazitäten und ein negatives Kosten-Nutzen-Verhältnis spielen eine eher untergeordnete Rolle. Finanzierungsschwierigkeiten stellen ebenfalls keinen Hinderungsgrund dar. Datensicherheit ist aber für die Unternehmen ein Thema. So sind insgesamt Sicherheitsbedenken ein wesentlicher Grund, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen nicht voranzutreiben.

Insgesamt haben sich von 3.000 angeschriebenen Unternehmen 227 Betriebe
aller Branchen (Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel, Verkehr,
Lager, Dienstleistungen) beteiligt. Sie beschäftigen durchschnittlich
100 Mitarbeiter.

Was Unternehmen  investieren wollen, um künftig sensible Unternehmensdaten ausreichend vor virtuellen Angriffen beziehungsweise Datendiebstahl zu schützen, und viele Fragen mehr zur Digitalisierung im Mittelstand beantwortet die › Studie.

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