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Ausbildungsprämie für von der Corona-Krise betroffene Betriebe

Junge Frau im Zahnlabor
Nicht jeder junge Mensch hat in Corona-Zeiten das Glück, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Foto: © ikonoklast_hh-stock.adobe.com

Ausbildungsbetriebe können die Prämie beantragen, wenn sie wegen der verhängten Beschränkungen in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder im April und Mai einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet haben. Der Zuschuss vom Staat wird aber nur jenen Unternehmen gewährt, die die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze trotz der Umsatz- oder Auftragseinbußen konstant halten. Für einen neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag erhalten diese Betriebe einmalig 2000 Euro. Pro zusätzlich angebotenem Vertrag gibt es einmalig 3000 Euro.

Vor der Antragsstellung sollten Betriebe aber genau prüfen, ob sie antragsberechtigt sind. Grundsätzlich darf beispielsweise die Gesamtzahl der angebotenen Ausbildungsplätze nicht unterhalb des Durchschnitts der Vorjahre liegen,

gibt Wolfram Seitz-Schüle zu bedenken, Geschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg.

Weitere Hilfen: Übernahmeprämie und Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit

Seit dem 1. August gilt außerdem, dass Betriebe, die Azubis aus wegen der Krise insolventen Unternehmen für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen, eine Übernahmeprämie bekommen. Darüber hinaus können Betriebe, die ihre Auszubildenden und Ausbilder trotz Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Unternehmen nicht in Kurzarbeit schicken, jetzt einen Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit beantragen. Anträge können bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden.

Mehr Infos zu den verschiedenen Prämien und Zuschüssen des Förderprogramms “Ausbildungsplätze sichern” stehen > hier zur Verfügung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.