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Stand der Dinge

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Die digitale Transformation schreitet voran, auch in Deutschland. Foto: © Style-Photography/Fotolia.de

Viele Unternehmen hierzulande sind offen für innovative digitale Technologien. So sind jeweils gut drei Viertel (77 Prozent) der Firmen interessiert und aufgeschlossen gegenüber Cloud Computing. 72 Prozent sagen dies über Big Data Analytics und fast jeder Zweite (46 Prozent) kann sich mit dem Internet der Dinge anfreunden. Mehr als ein Drittel der Firmen interessieren sich für Technologien wie Virtual und Augmented Reality (37 Prozent), 3D-Druck (36 Prozent) und Künstliche Intelligenz (35 Prozent), 29 Prozent für Robotik. Für Blockchain-Technologien zeigen sich bislang nur sieben Prozent aufgeschlossen.

Mehr neue Software im Einsatz

Disruptive Technologien sind inzwischen in deutschen Unternehmen angekommen. 75 Prozent der Firmen– gegenüber 70 Prozent in 2016 – setzen bereits Software für strukturierte Datenauswertung ein. 40 Prozent nutzen ERP-Software; vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 53 Prozent verwenden mobile Unternehmenssoftware, ein Zuwachs von fünf Prozent im Vergleich zu 2016. Auch bieten bereits 27 Prozent der Unternehmen – fünf Prozent mehr als im Vorjahr – Produkte und Services auf digitalen Plattformen an. Das geht aus der Studie “Digitalisierung – Deutschland endlich auf dem Sprung?” im Auftrag von Bitkom Research hervor. Dafür wurden 905 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland befragt.

Investitionen und Personalnachfrage steigen

Im letzten Jahr haben die befragten Unternehmen 4,6 Prozent ihres Gesamtumsatzes in die Digitalisierung investiert. Rund jede zweite Firma (52 Prozent) setzt dafür fünf bis zehn Prozent des Umsatzes ein und vier Prozent investieren sogar zehn bis 20 Prozent. Der Einsatz innovativer digitaler Technologien wirkt sich auch auf die Einstellungspolitik aus: Dabei ist die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexperten am größten: 15 Prozent der Unternehmen wollen eine solche Stelle besetzen, während 20 Prozent das Know-how extern beziehen wollen. Elf Prozent der Firmen haben vor, die Stelle eines Cloud Engineers im Unternehmen zu schaffen; acht Prozent möchten diese Qualifikation über einen externen Dienstleister nutzen. Jeweils fünf Prozent der Betriebe planen, Stellen für Data Scientists und Application Developer zu schaffen; bei Letzteren wollen neun Prozent auf externe Dienstleister zurückgreifen und bei Data Scientists vier Prozent.

Digitale Initiativen sind immer öfter IT- und nicht Chefsache

Drei Viertel der befragten Unternehmen (74 Prozent) geben an, über eine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels zu verfügen – genau so viele wie im letzten Jahr. Wenn es um die Initiative zu Digitalisierungsprojekten und digitalen Innovationen geht, so ist sie nur in 42 Prozent der Firmen Sache der Geschäftsleitung. 2016 war dies noch bei 51 Prozent der Unternehmen der Fall. Aktuell werden digitale Initiativen überwiegend – zu 86 Prozent – von der IT-Abteilung angestoßen. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil noch 78 Prozent.

Die vollständigen Studienergebnisse können > hier zum Download angefordert werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.