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Status quo in Ost und West

In Ostdeutschland spielt das Verarbeitende Gewerbe eine kleinere Rolle, auch gibt es deutlich weniger Großbetriebe. Diese Faktoren tragen hauptsächlich dazu bei, dass die Unternehmen im Westen und Osten sehr unterschiedlich von der Einführung des Mindestlohns betroffen sind. 2014 betrug der Anteil von Unternehmen, die mindestens einen Mitarbeiter noch mit weniger als 8,50 Euro entlohnte, zwölf Prozent. In Ostdeutschland lag der Anteil bei 23 und im Westen lediglich bei neun Prozent. In den ostdeutschen Betrieben trifft das Gesetz damit auf wesentlich mehr Arbeitnehmer – 31 Prozent der Beschäftigten – zu. Das zeigt der IAB Forschungsbericht “Wandel der Betriebslandschaft in West- und Ostdeutschland”, der sich auf Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2014 bezieht.

Mehr weibliche Führungskräfte im Osten

Aus der Analyse geht auch hervor, dass es hierzulande in den letzten Jahren kaum Fortschritte gab, was den Anteil von Frauen in Führungspositionen betrifft. Im Verhältnis zu ihrem Anteil an den Arbeitnehmern sind Frauen immer noch weit unterrepräsentiert, vor allem auf der ersten Führungsebene. Hier belegen die Daten aus dem Ost-West-Vergleich, dass die Beteiligung von Frauen auf der ersten und zweiten Managementebene in Ostdeutschland höher ist als im Westen.

Höhere Ausbildungsquote in den alten Bundesländern

Circa jeder zweite ausbildungsberechtigte Betrieb hat im letzten Jahr Azubis beschäftigt. Damit lag die Ausbildungsbeteiligung ungefähr auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre. In Ostdeutschland war die Ausbildungsquote circa zehn Prozent niedriger als in Westdeutschland. Die betriebliche Weiterbildungsbeteiligung, die seit Ende der Wirtschaftskrise 2009 das vorige Niveau bereits überschritten hatte, zeigt weiter steigende Tendenz. Die Weiterbildungsbeteiligung in den neuen und alten Bundesländern war 2014 nahezu identisch.

Der Forschungsbericht steht zum > Download zur Verfügung.