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Status quo: vor allem Home Office und Laptop

Mit Laptop und Smartphone von zuhause aus arbeiten
New Work heißt für deutsche Firmen derzeit vor allem, mobiles Arbeiten zu ermöglichen.
Foto: © nenetus Fotolia.de

74 Prozent der Unternehmen hierzulande sagen, dass das Thema New Work bereits auf ihrer Agenda steht. 63 Prozent denken nicht nur darüber nach, sondern haben bereits Initiativen ergriffen, um New Work zu etablieren. Das ergab eine aktuelle Untersuchung von > Kienbaum. Für den “New Work Pulse Check” wurden im Mai 112 Unternehmen in Deutschland befragt.

HR an zweiter Stelle der Akteure von New Work

Am häufigsten ist New Work ein Thema des Topmanagements: In 78 Prozent der befragten Unternehmen ist die Geschäftsführung daran beteiligt. In rund zwei Drittel der Firmen (67 Prozent) ist auch die Personalabteilung involviert. Marketing und Organisationsentwicklung werden bei jeweils 35 Prozent der Befragten einbezogen und die IT ist nur bei 22 Prozent einbezogen.

Beliebteste Maßnahmen: mobiles Arbeiten und offene Bürokonzepte

Wie sieht die Einführung von New Work bei den befragten Firmen in der Praxis aus? Die beliebteste Maßnahme ist, den Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, von zu Hause aus zu arbeiten; 70 Prozent geben dies an. Dafür ist zumeist mobile Technik erforderlich und so steht auf Platz der beliebtesten New-Work-Instrumente die Maßnahme, ortsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen: 61 Prozent der Firmen stellen ihren Mitarbeitern mobile Geräte wie Smartphones und Laptops zur Verfügung. Darüber hinaus setzt knapp die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen auf ein offenes und flexibles Bürokonzept mit tätigkeitsbezogenen Arbeitsplätzen, die frei wählbar sind.

Jedes dritte Unternehmen setzt auf flache Hierarchien

Ein Drittel (34 Prozent) der befragten Firmen arbeitet daran, flache Hierarchien herzustellen. Jedes vierte Unternehmen ergreift Initiativen zur Kulturveränderung und für eine stärkere Werteorientierung. Jede fünfte der befragten Firmen (19 Prozent) wendet neue Führungsmodelle – im Sinne von Führung auf Augenhöhe – an, die den Mitarbeitern mehr Freiheit und Mitgestaltung erlauben. 17 Prozent gaben Demokratisierung als Maßnahme an.

Kienbaum schließt aus den Befragungsergebnissen, dass sich die meisten Unternehmen nur oberflächlich mit der Frage beschäftigen, wie sie die Zukunft der Arbeit gestalten können, anstatt sich damit zu befassen, ihre Unternehmenskultur weiterzuentwickeln.

Wer New Work will, muss seine Kultur und Führung kritisch hinterfragen. Vertrauen und Transparenz sind essenziell,

sagt Fabian Kienbaum, Co-CEO von Kienbaum Consultants International. Viele Unternehmen hätten keinen ganzheitlichen Ansatz hinsichtlich New Work und es fehle noch der Spirit, New Work zu leben.