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Worauf Studierende bei künftigen Arbeitgebern achten

Zwei Männer sitzen vor zwei Laptops an einem Tisch und machen Notizen auf einem Block
Die Atmosphäre am Arbeitsplatz muss stimmen: Für die meisten Studierenden ist das ein ausschlaggebendes Kriterium für die Jobwahl. Bild: Free-Photos/Pixabay

83 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass die Arbeitsatmosphäre an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz wichtig für die Jobauswahl sei. Damit ist die gute Stimmung im Büro unter allen 18 abgefragten harten und weichen Faktoren das relevanteste Auswahlkriterium.

Für die Studie “Attraktive Arbeitgeber 2019” hat das Jobeinstiegs-Portal Berufsstart.de 4375 Studierende und Absolventen verschiedener Fachrichtungen nach den ausschlaggebenden Kriterien bei der Wahl des künftigen Jobs befragt.

Die wichtigsten harten Faktoren

Bei den harten Faktoren sind es – wie schon in den Befragungen der vergangenen Jahre – vor allem gute Weiterbildungsangebote, die Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv machen. 72,4 Prozent der Studienteilnehmer nennen sie als ausschlaggebend für die Jobwahl. Auch Aufstiegschancen in der Firma finden weit über die Hälfte der Befragten wichtig (60,2 Prozent). Das Gehalt auf Rang drei der wichtigsten harten Faktoren bewerten noch 58,6 Prozent der Studienteilnehmer als wichtig. Das sind rund fünf Prozentpunkte mehr als in der Erhebung von 2018 – wegen der guten Arbeitsmarktlage trauen sich die Berufseinsteiger in Gehaltsverhandlungen mehr zu, vermuten die Studienmacher.

Für die Arbeitgeberwahl am unwichtigsten sind unter den harten Faktoren die Sozialleistungen, die der künftige Arbeitgeber bietet (43,9 Prozent), die Qualität der Infrastruktur am Arbeitsplatz (39,8 Prozent) und die Internationalität des Unternehmens (31 Prozent).

Die wichtigsten weichen Faktoren

Nach der Arbeitsatmosphäre als unangefochtenem Rang eins, achten zukünftige Arbeitnehmer auch auf die Work-Life-Balance. 68,8 Prozent der Befragten geben an, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Alltag ein ausschlaggebendes Kriterium dafür ist, welchen Job sie antreten würden. Außerdem ist vielen eine abwechslungsreiche Beschäftigung wichtig (64,9 Prozent).

Weniger Relevanz messen die Studienteilnehmer der Familienfreundlichkeit von Unternehmen (35,3 Prozent), flachen Hierarchien (30,8 Prozent) und Freizeitangeboten (15,4 Prozent) bei.

Unternehmenssitz und -größe vergleichsweise unbedeutend

Wo sich ihr zukünftiger Arbeitsplatz befindet, ist den meisten Studierenden egal. 51,6 Prozent finden es unwichtig, ob sie später in einer Metropole oder auf dem Land arbeiten. Diejenigen, die eine klare Präferenz haben, wollen zu etwa zwei Dritteln eine Beschäftigung in einem Ballungsraum.

Auch bei der bevorzugten Unternehmensgröße des zukünftigen Arbeitgebers gibt es kein klares Bild. 43 Prozent der Befragten finden das Kriterium unwichtig. 28,5 Prozent möchten in einem “mittelgroßen” Unternehmen arbeiten, 17,4 Prozent in einem großen. In Kleinunternehmen sehen sich nur 2,7 Prozent der Studienteilnehmer.

Bei der Gehaltsvorstellung hingegen zeigt sich eine eindeutige Tendenz. Sowohl unter allen befragten Studierenden, als auch unter denjenigen mit Bachelorabschluss und unter denjenigen mit Masterabschluss, liegt die Erwartung an das zukünftige Gehalt mehrheitlich bei 40.000 bis 45.000 Euro pro Jahr. Unterschiede gibt es hier zwischen den Geschlechtern. Während die meisten weiblichen Teilnehmer ebenfalls 40.000 bis 45.000 Euro erwarten, rechnen die meisten männlichen Studierenden mit einem Jahresgehalt von 50.000 bis 55.000 Euro.

Teilnehmer benennen Top-Arbeitgeber

Die Berufsstart.de-Studie hat bei den Teilnehmern ihre Wunsch-Arbeitgeber abgefragt. Der neue Spitzenreiter Daimler (Vorjahresrang 3) wurde von 21,4 Prozent aller Studienteilnehmer als Top-Arbeitgeber genannt. Darauf folgt BMW (Vorjahresrang 1) mit 18,5 Prozent und Siemens (Vorjahresrang 5) mit 11,7 Prozent. Neu in den Top 15 sind Thyssenkrupp, die Deutsche Bahn, Lufthansa und Adidas. Den größten Sprug innerhalb der Top 100 machte Autobauer Ford von Platz 85 auf Platz 31.


Die komplette Studie "Attraktive Arbeitgeber" finden Sie › hier. Die Befragungsergebnisse sind dort nach Geschlecht aufgeschlüsselt und für die Berufsgruppen Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler gesondert erfasst.