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Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben macht Fortschritte

Im letzten Jahr verringerte sich die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern hierzulande von 16 auf 14 Prozent. Der Anteil der erwerbstätigen Frauen blieb bei 72 Prozent (Männer: 82 Prozent), der Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung bei 62 Prozent und die Arbeitslosenrate lag weiterhin bei fünf Prozent.

Deutschland rückt im “Women in Work”-Index einen Platz vor

Durch die Verringerung der Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern konnte sich Deutschland im aktuellen “Women in Work”-Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC vom achten auf den siebten Rang verbessern. Mit 47,7 Index-Punkten (18. Rang) lag Deutschland im Jahr 2000 noch unter dem OECD-Durchschnitt von 50 Punkten. Seitdem hat sich die Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben hier deutlich verbessert. Die Bundesrepublik liegt mit einem Index-Wert von 66,6 Punkten heute deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 59,1 Punkten. Spitzenreiter bleibt Norwegen mit 82,9 Punkten, es folgen Dänemark (77,9 Punkte) und Schweden (75 Punkte).

Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX30-Unternehmen war seit Ende 2012 von 7,8 Prozent auf 5,5 Prozent im Juli 2014 gesunken. Ende des Jahres war der Frauenanteil wieder auf sieben Prozent gestiegen. Der Anteil weiblicher Aufsichtsräte in den DAX30-Unternehmen lag Ende 2014 laut einer Erhebung des DIW bei 24,7 Prozent. 2016 tritt die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte in Kraft und schreibt einen Frauenanteil von 30 Prozent vor.

Situation von Frauen in südeuropäischen Krisenländern unter dem OECD-Durchschnitt

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der “Women in Work”-Index insgesamt von durchschnittlich 58,6 auf 59,1 Punkte an. 19 der 27 OECD-Staaten können ihren Index-Wert verbessern. Besonders deutlich sind die Verbesserungen in den USA – vom 16. auf den 13. Rang – und Ungarn (von Platz 21 auf Platz 16). In den Vereinigten Staaten arbeiten heute mehr Frauen in Vollzeitjobs. Besonders in Ungarn zeigt sich, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. 2007 belegte Ungarn im Ranking noch den siebten Platz. Bis 2012 stürzte es auf den 21. Platz ab und konnte sich nun wieder deutlich verbessern.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich in Südeuropa. Weil sich die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Portugal vergrößert haben, rutscht es um vier Plätze und unter den OECD-Durchschnitt – vom 14. auf den 18. Rang – ab. Auch Italien und Griechenland bleiben wie in den vergangenen Jahren unter dem OECD-Durchschnitt. Der “Women in Work”-Wert sank sowohl für Italien (von 41,5 auf 40,4 Punkte) und Griechenland (von 33,9 auf 33,8 Punkte) im Vergleich zum Vorjahr.

Der “Women in Work”-Index misst die Beteiligung von Frauen am Wirtschaftsgeschehen einer Volkswirtschaft anhand von fünf Kriterien: Gehaltsunterschiede, Anteil der Frauen in Erwerbstätigkeit, Unterschied zwischen den Anteilen von Frauen/Männern an Erwerbstätigkeit, Arbeitslosenrate von Frauen und Anteil von Frauen in Vollzeitbeschäftigung. Der “Women in Work”-Index kann Werte von null bis hundert annehmen. Der Basiswert für das Jahr 2000 wurde auf 50 festgelegt.

Weitere Informationen unter:
http://pwc.to/1eQLraz

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