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Nie mehr nine to five

Drei Sanduhren

 

Wichtig sei allein, dass man beides flexibel miteinander verbinden könne. 

Heute, zwischen den Diskussionen um Digitalisierung, Transformation und New Work, erscheint diese Einschätzung einerseits hellsichtig. Für den Nine-to-five-Job hat die deutsche Sprache nie eine treffende Entsprechung gefunden; das wird auch kaum mehr nötig werden. Denn die Vorstellung einer Tätigkeit mit klar abgegrenztem Aufgabenspektrum und entsprechenden Arbeits- und Ruhezeiten erscheint immer mehr Mitarbeitern heute romantisch – oder schlicht unattraktiv. 

Studien zeigen, dass Mitarbeiter zeitliche Flexibilität mehr denn je zu schätzen wissen: ein Bedürfnis, das mit dem Grad der Qualifizierung ansteigt. Arbeitszeitflexibilität ist in Recruiting und Retention inzwischen erfolgskritisch. Deshalb widmen wir dem Thema einen Schwerpunkt. Viele Unternehmen entwickeln kreative Lösungen, die IG Metall hat Flexibilität jüngst tarifvertraglich verankert, Arbeitsminister Heil macht das Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit in seinem Haus zur Chefsache. Und manches Start-up wirbt um qualifizierte Köpfe mit der Botschaft, dass es die Fünftagewoche abgeschafft hat. 

Flexibilität braucht aber Regeln, weil die klare Abgrenzung zwischen Job und Freizeit wegfällt. Auch diesen Fragen widmen wir uns.

Welche flexiblen Modelle eignen sich für Führungskräfte? Wie bekommt man den ungehemmten Informationsfluss in den Griff? Welche gesundheitlichen Risiken birgt ständige Erreichbarkeit? 

Flexibilität ist das Gebot der Stunde. Sie führt aber – das noch zur
Hellsichtigkeit – nicht automatisch zu einem Leben in Balance.
Auf dass Sie die für Ihr Unternehmen und Sie persönlich richtige
Mischung finden mögen. 

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– Lesen Sie dazu das › Interview mit Arbeitszeitberater Dr. Andreas Hoff.

– In unserer › Bilderstrecke haben wir einige Expertenstimmen und fünf Zielgrößen, wie sich Arbeitszeiten sinnvoll umgestalten lassen, zusammengestellt.

– Die komplette Titelstrecke lesen Sie in unserem › Archiv.

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Ist Chefredakteur der Personalwirtschaft. Er ist unter anderem spezialisiert auf die Themen Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Innovations- und Veränderungsmanagement.