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Traditionsbranchen und deutsche Firmen spielen vorn mit

Forschung & Entwicklung und Geschwindigkeit sind nur ein Teil der Erfolgsfaktoren für Innovationsführerschaft. 
Bild: © stillkost/Fotolia.de
Forschung & Entwicklung und Geschwindigkeit sind nur ein Teil der Erfolgsfaktoren für Innovationsführerschaft.
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Auch 2015 führen die Technologie- und IT-Marktführer Apple, Google, Microsoft und Samsung die Top Ten der innovativsten Unternehmen an. Es finden sich dort jedoch ebenfalls Autobauer wie Toyota oder Tesla Motors. Traditionsfirmen machen sogar die Hälfte der besten Zehn aus. Und auch von den 22 Neuplatzierten kommen 17 aus traditionellen Branchen. Ein unbekannterer Innovationsführer wie der Pharma- und Biotechhersteller Gilead Sciences erreichte mit Platz acht einen der vorderen Ränge.Noch vor einem Jahr standen die Technologiefirmen in punkto Innovationsführerschaft eindeutig an der Spitze.

Das sind Ergebnisse der Studie “The Most Innovative Companies 2015: Four Factors that Differentiate Leaders” von The Boston Consulting Group (BCG), für die mehr als 1.500 Führungskräfte aus mehreren Ländern zu Innovationen und Innovationsfähigkeit befragt wurden.

Laut Studie gelingt es Innovationsführern, vier Erfolgsfaktoren für sich zu nutzen: Innovationsgeschwindigkeit, effiziente Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die Nutzung von Technologieplattformen und die systematische Erschließung von Märkten rund um das Kerngeschäft.

In einer digitalen Welt, geht es auch darum, Innovationsprozesse stetig weiter zu entwickeln. Sogar Banken entwickeln inzwischen Produkte und Dienste mit der Herangehensweise von Start-ups, indem sie diese möglichst schnell und nur mit den notwendigsten Funktionen erstellen und dann das Kundenfeedback nutzen, um sie zu verbessern,

sagt Carsten Kratz, Deutschlandchef von BCG.

Zwei deutsche Autobauer unter den ersten Zehn

Deutsche Unternehmen aus traditionellen Branchen werden im internationalen Vergleich wieder als deutlich innovativer wahrgenommen, so die Studie. Sieben von ihnen zählen in diesem Jahr zu den 50 weltweiten Innovationsführern. BMW und Daimler sind nun unter den ersten Zehn: BMW verbesserte sich von Platz 18 in 2014 auf Platz sieben in diesem Jahr, Daimler arbeitete sich von Rang 25 auf Rang zehn vor.

Bayer, das 2014 noch auf Rang 45 lag, erreichte den elften Platz. BASF schaffte es von Rang 48 auf Rang 29 und die Allianz gelangte mit Platz 25 neu in die weltweite Spitzengruppe. Siemens auf dem 30. Rang ist weiterhin der einzige deutsche Technologiekonzern in den Top 50. Audi dagegen schaffte es nicht mehr so weit nach vorn.

Innovationsführer gehen das Thema Innovation facettenreich an. Neben neuen Technologien und Produkten beschäftigen sie sich auch intensiv mit neuen Diensten, Kundenschnittstellen und Partnerschaften bis hin zu neuen Geschäftsmodellen,

so Kratz. Die deutsche Autoindustrie habe dabei Pionierarbeit geleistet. Konkrete Beispiele seien etwa Technologien wie autonomes Fahren, neue Produkte wie Hybrid und Elektrik, Dienste wie Connected Car oder auch innovative Kundenschnittstellen und Partnerschaften sowie Geschäftsmodelle wie Car Sharing. Auch der deutsche Maschinenbau sei in der Automatisierungstechnik ein Beispiel für weltweite Innovationsführerschaft, so nutze die Branche zunehmend die Chancen von Sensorik, Vernetzung und Big Data. Bei modernen und IT-gestützten Fertigungsmethoden wie 3D-Druck spiele Deutschland heute ebenfalls ganz vorne mit.

Die BCG-Studie steht > hier in englischer Sprache zum Download bereit.