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Umfrage: Ein Viertel der Unternehmen plant Arbeitsplatzabbau

Ein Viertel der Unternehmen in Deutschland plant, aufgrund gestiegener Energiepreise Stellen abzubauen – oder hat dies bereits getan. Das geht aus einer nach eigenen Angaben repräsentativen Umfrage hervor, die das ifo-Institut im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen durchgeführt hat. Als die gleiche Frage im April dieses Jahres schon einmal gestellt wurde, waren es nur 14 Prozent der Unternehmen, die Arbeitsplätze reduzieren wollten – 11 Prozentpunkte weniger als in der aktuellen Befragung.

Stellenabbau ist dabei nur eine der Maßnahmen, die die Unternehmen umsetzen wollen oder schon umsetzen. Preiserhöhungen halten rund 90 Prozent der Befragten mindestens für wahrscheinlich, Investitionen in Energieeffizienz ebenfalls rund 80 Prozent. 17 Prozent der befragten Unternehmen geben sogar an, sie würden mindestens „wahrscheinlich“ energieintensive Geschäftsfelder ganz abbauen. Produktionsstopps ziehen 13 Prozent in Betracht und die Verlagerung von Betriebsstätten ins Ausland 9 Prozent.

Stiftungsvorstand: Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig machen

„Die Unternehmen fahren die Fertigung in Deutschland zurück oder verlagern ihre Produktion dorthin, wo Energiekosten, Steuern und Bürokratielasten niedriger sind“, sagt Professor Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik. Um diesem Effekt sowie dem Stellenabbau beizukommen, empfiehlt er: „Wir benötigen Maßnahmen, die den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig machen.“

In der Umfrage wurden die Unternehmen darum auch zu ihren Forderungen an die Politik befragt. An erster Stelle nennen sie die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken. Damit soll das Energieangebot ausgeweitet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse auch der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt werden sowie Kohlekraftwerke im Einsatz bleiben. Um die Energiepreise zu senken, seit laut den befragten Unternehmen außerdem die Senkung der Energiesteuern und die Deckelung der Gas- und Strompreise am besten geeignet. Insgesamt geben die Unternehmen dem Krisenmanagement der Politik die Note vier plus.

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Stefanie Jansen ist Volontärin in der Redaktion der Personalwirtschaft. Dort betreut sie unter anderem die Newsletter und schreibt Artikel zu verschiedenen Themen.

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