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Unternehmen blockieren den Wandel

Noch verhindern mentale Mauern, dass die digitale Transformation umgesetzt wird.
Bild: © Kara/Fotolia.de
Noch verhindern mentale Mauern, dass die digitale Transformation umgesetzt wird.
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Die größte Barriere auf dem Weg in die digitale Organisation ist das Insel- und Konkurrenzdenken der Fachabteilungen: Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen hierzulande geben dies an. Auch sind die Freiräume für die mit der Digitalisierung verknüpften Change-Maßnahmen begrenzt. 65 Prozent sagen, dass das Kerngeschäft zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Zudem beklagen 67 Prozent, dass im dynamischen Tagesgeschäft mit seinem hohen Kostendruck die anstehende digitale Transformation zerrieben wird. Für weitere 64 Prozent stellt der Beschleunigungsdruck ein Hemmnis dar.

Mitarbeiter reagieren zu langsam

Auch für die Mitarbeiter ist der Veränderungsdruck hoch. 80 Prozent der Entscheider sind der Ansicht, dass sich die Beschäftigten schneller an neue Arbeitsbedingungen anpassen müssen. Doch dies fällt ihnen anscheinend schwer: 55 Prozent der Manager sehen bei ihren Mitarbeitern nur eine geringe Akzeptanz für Veränderungsmaßnahmen. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie “Von starren Prozessen zu agilen Projekten – Unternehmen in der digitalen Transformation”, die Hays in Zusammenarbeit mit PAC durchgeführt hat. Für die Studie wurden zwischen März und Mai dieses Jahres 225 Entscheider aus IT, Finanzwesen, Forschung und Entwicklung sowie Produktionsplanung aus mittleren und großen Unternehmen befragt.

Viele Unternehmen diskutieren zwar über den digitalen Wandel. In der Realität dominiert aber noch die alte Welt mit ihren herkömmlichen Sichtweisen, Methoden und Abläufen,

kommentiert Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG, die Studienergebnisse. Hier sei frisches Denken mehr denn je angesagt, um sich auf den dynamischen Märkten zu behaupten.

Lichtblick Projektarbeit

Positiv entwickelt sich laut Studie dagegen die Projektarbeit als zentrale Organisationsform, um Veränderungen voranzutreiben. So verbringen bereits 35 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeitszeit in Projekten. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren um 60 Prozent gestiegen. Trotzdem halten es immer noch 71 Prozent der Befragten für notwendig, Projektarbeit statt formalisierte Prozesse zu fördern.

Geht es um neue Herausforderungen, setzen Unternehmen immer häufiger Externe ein: Deren Anteil in Relation zu den Festangestellten schätzen die befragten Entscheider auf derzeit elf Prozent. Sie erwarten, dass er sich in den nächsten zwei Jahren um zehn bis 20 Prozent erhöhen wird.

Alle Ergebnisse der Studie stehen als > Download bereit.