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Mehr Homeoffice mit besserer Technologie geplant

Frau im Homeoffice während Videokonferenz
Videokonderenz im Homeoffice – nicht immer hat das zu Beginn der Corona-Krise technisch einwandfrei funktioniert. Foto: © Jacob Lund-stock.adobe.com

Von Telearbeit versprechen sich die Führungskräfte hierzulande wirtschaftliche Vorteile. So erwartet mehr als die Hälfte (52 Prozent) Kosteneinsparungen für Büroräume und 42 Prozent rechnen mit Produktivitätssteigerungen. Außerdem nennen 48 Prozent eine bessere Work Life Balance ihrer Angestellten als Pluspunkt. Das geht aus dem “Future of Work Global Survey 2020” des US-amerikanischen IT-Unternehmens Riverbed hervor. Dafür wurden im Juni weltweit 700 Entscheidungsträger befragt, davon 100 aus Deutschland. 99 Prozent der deutschen Teilnehmer geben an, dass sie der Umstellung auf Remote Work optimistisch gegenüberstehen, fast drei Viertel (73 Prozent) geben sich sogar vollkommen oder sehr zuversichtlich.

Bereits in den vergangenen Jahren haben Unternehmen das Arbeiten im Home-Office ermöglicht, aber Covid-19 beschleunigt diese Entwicklung, und das Büro der Zukunft wird mit einem flexibleren und hybriden Arbeitsplatz ganz klar anders aussehen,

so die Überzeugung von Andreas Riepen, Regional Vice President Sales DACH bei Riverbed Technology.

Schlechte Vorbereitung führte zu Beginn der Krise zu Performance-Problemen

Allerdings waren im globalen Schnitt zwei Drittel der Arbeitgeber (66 Prozent) zu Beginn der Krise nicht gut vorbereitet, was die technologische Unterstützung im Homeoffice betrifft. In Deutschland sagten 97 Prozent der Studienteilnehmer, dass es Probleme mit der Performance gab. Als häufigste Hürden nannten sie die schlechte Qualität von Videokonferenzen (46 Prozent) sowie lange Reaktionszeiten beim Laden von Apps (44 Prozent). Außerdem berichteten 37 Prozent über Verbindungsabbrüche zu Unternehmensnetzwerken und 36 Prozent monierten ein unzureichendes WLAN. Die Hemmnisse wirkten sich auf die Homeoffice-Erfahrung der Mitarbeiter aus: 45 Prozent der befragten Führungskräfte hierzulande stellten einen schlechteren Kundenservice fest. Weitere negative Aspekte waren häufigere technische Unterbrechungen (41 Prozent), schlechtere Mitarbeiter-Performance und Produktivitätseinbußen sowie zunehmende Schwierigkeiten bei der Kundenansprache (je 40 Prozent) und eine schlechtere Work Life Balance (36 Prozent).

Vier von zehn Unternehmen planen mehr Technologieinvestitionen für Remote Work

Um die Performance bei der Arbeit im Homeoffice zu verbessern, planen 39 Prozent der deutschen Entscheidungsträger, zusätzliche Technologieinvestitionen für die nächsten zwölf Monate; 15 Prozent von ihnen wollen größere Investitionen in Angriff nehmen. In den kommenden zwei Jahren wollen die Firmen vor allem folgende Maßnahmen umsetzen: in digitale Sicherheitstechnologie und -software investieren (47 Prozent), unternehmensweite Strategien und Richtlinien für Homeoffice aktualisieren (41 Prozent), Software für Transparenz der Netzwerk- und App-Performance nutzen sowie neue digitale Unternehmensprodukte und Services entwickeln (jeweils 40 Prozent), verstärkt Cloud-Dienste oder SaaS-Apps einsetzen (39 Prozent), Technologie zur Automatisierung des Remote-Netzwerkbetriebs nutzen, die IT-Landschaft reevaluieren und/oder restrukturieren (je 38 Prozent) sowie Software für mehr Transparenz bei Netzwerk- und Anwendungsperformance einsetzen (34 Prozent).

Mehr Informationen über die Studie gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.