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Unternehmen tun noch zu wenig, um Mitarbeiter zu binden

Bei einem sind sich so gut wie alle einig: Zu gutem Retention Management gehört es, eine wertschätzende Unternehmenskultur und ein gutes Betriebsklima zu etablieren. Das sagen 95 Prozent der Befragten einer Studie der Personalberatung Hays. Doch bei der Umsetzung dieses Ziels gehen die Meinungen auseinander: Während 73 Prozent der Unternehmensleiter davon ausgehen, dass in ihrem Betrieb eine wertschätzende Kultur und ein angenehmes Betriebsklima bereits vorhanden seien, empfinden das lediglich 41 Prozent der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung so.

Ähnlich deutlich ist der Unterschied beim Thema Führungsstil: Ein differenziertes Führungsverhalten je nach Mitarbeiter und Situation ist für die Hälfte der Topmanager schon realisiert, doch nur 24 Prozent der Befragten der unteren Hierarchiestufen stimmen dem zu. Darüber hinaus legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass Mitarbeiter und Geschäftsführung unterschiedliche Vorstellungen davon haben, mit welchen Instrumenten sich Beschäftigte binden lassen.

Unterschiedliche Meinungen über die richtigen Instrumente

71 Prozent der Mitarbeiter halten Personalentwicklung für ein geeignetes Instrument im Retention Management. Bei den Vertretern der Unternehmensleitung sind es 56 Prozent. Auch bei betrieblichen Zusatzleistungen, (Karriere-)Perspektiven und der Ermöglichung von mobilem Arbeiten fallen die Einschätzungen unterschiedlich aus. So ist es zum Beispiel für 60 Prozent der Mitarbeiter ein geeignetes Instrument zur Bindung von Beschäftigten, wenn das Unternehmen ihnen berufliche Perspektiven aufzeigt, jedoch nur für 41 Prozent der Unternehmensleiter. Die Führungskräfte aus der HR-Abteilung scheinen dabei am besten um die bevorzugten Bindungsfaktoren zu wissen; Sie können eine vergleichsweise hohe Übereinstimmung mit den Aussagen der Mitarbeiter vorweisen.

Die Personalberatung Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) führen jährlich den “HR-Report” durch. An der aktuellen Studie nahmen 665 Entscheider und Mitarbeiter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Der Report kann hier heruntergeladen werden.