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Unternehmenskultur ist Top-Thema

An der Kommunikation hapert es oft. Viele Firmen wollen daran arbeiten, um die Unternehmenskultur zu verbessern.  
Foto: © GypsyGraphy/ Fotolia.de
An der Kommunikation hapert es oft. Viele Firmen wollen daran arbeiten, um die Unternehmenskultur zu verbessern.
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Für 41 Prozent der Unternehmen in Deutschland ist die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur das wichtigste HR-Thema in diesem Jahr. Damit ist dieser Bereich die dringlichste Fragestellung, die es anzugehen gilt. An zweiter Stelle liegt mit 38 Prozent die Mitarbeiterbindung, gefolgt von der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit (34 Prozent). Damit liegen wie in den letzten Jahren ausschließlich weiche Themen auf den ersten Plätzen.

Die Mitarbeiter auf die digitale Transformation vorzubereiten, rangiert mit lediglich 16 Prozent der Nennungen weiter hinten und ist bei den Entscheidern noch nicht als Topthema verankert. Das zeigt der HR-Report 2015/2016 im Auftrag von Hays. Für die Studie, die zum fünften Mal in Folge durchgeführt wurde, befragte das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) 532 Geschäftsführer, HR- und sonstige Fachbereichsleiter sowie Mitarbeiter ohne Personalverantwortung aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wichtigstes Handlungsfeld: Kommunikation

Wichtigstes Handlungsfeld der Unternehmenskultur ist für die Unternehmen die Kommunikation, 34 Prozent gaben dies an. Daneben gelten Führung und Flexibilität/Veränderungsbereitschaft für jeweils 25 Prozent der Befragten als die weiteren zentralen kulturellen Aufgaben. Nur eine geringe Bedeutung für die Unternehmen haben dagegen die breit diskutierten Themen Transparenz (zehn Prozent), Teilhabe/Partizipation (vier Prozent) und Vielfalt (zwei Prozent).

Wandlungsprozesse mit angezogener Handbremse

Insgesamt bewerten die Unternehmen die Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur nur als befriedigend. Nicht einmal jeder fünfte Befragte ist der Ansicht, dass seine Organisation das notwendige Tempo vorgibt, um die Veränderungen umzusetzen. Darüber hinaus zeigt sich bei der Kommunikation und auch anderen Punkten laut Studie deutlich, dass Geschäftsleitung, Führungskräfte und Mitarbeiter die Realität in ihren Unternehmen sehr unterschiedlich wahrnehmen.

Nur vier von zehn Firmen sind kommunikativ gut aufgestellt

Die schleppende und unzureichende Umsetzung der Wandlungsprozesse wird beim Thema Kommunikation an deutlichsten. Trotz der hohen Bedeutung der Kommunikation für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur sehen sich nur rund 40 Prozent der befragten Firmen als kommunikativ gut aufgestellt an. Die bei weitem höchste Bedeutung haben hier der offene Umgang mit kritischen Themen (81 Prozent), eine wertschätzende Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern (72 Prozent) sowie die Etablierung einer Feedbackkultur (69 Prozent). Doch gerade auf diesen drei Feldern zeigen sich erhebliche Lücken zwischen Soll und Ist. So ist beispielsweise der offene Umgang mit kritischen Themen für 81 Prozent der Befragten wichtig, jedoch nur für 23 Prozent bereits umgesetzt.

Die Studie steht > hier als Download bereit.