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Vier von zehn Unternehmen engagieren sich

Frauen und Männer machen Entspannungsübungen auf Sportmatten
Entspannungsübungen, Rückentraining und andere Gesundheitsangebote des Arbeitgebers sind bei Mitarbeitern beliebt.
Foto: © sabine hürdler/Fotolia.de

als andere.

Derzeit bieten 38 Prozent der Arbeitgeber hierzulande ihren Mitarbeitern Sport- und Gesundheitsmaßnahmen an. Davon sind 24 Prozent interne und 14 Prozent externe Angebote. Von den Maßnahmen entfallen 48 Prozent auf interne Gesundheitskurse und 46 Prozent auf internen Betriebssport. 32 Prozent der Unternehmen ermöglichen die Mitgliedschaft oder einen Zuschuss für Fitnessstudios oder Schwimmbäder und 31 Prozent bieten externe Gesundheitskurse oder Sportangebote bei einem spezialisierten Dienstleister an. Konkret haben 68 Prozent der aktiven Unternehmen Rückentraining im Angebot, 65 Prozent machen Fitness-Trainings, 50 Prozent haben Kurse zur Entspannung oder Stressbewältigung im Programm, 37 Prozent Ernährungskurse, 38 Prozent Yoga und 39 Prozent Ballsportarten. Fast zwei Drittel der Sport- und Gesundheitsmaßnahmen (65 Prozent) finden außerhalb der Arbeitszeit statt, 16 Prozent währenddessen und 19 Prozent sowohl während als auch außerhalb der Arbeitszeit. Das geht aus einer repräsentativen Studie von > Indeed hervor, für im Oktober 2688 Arbeitnehmer in Deutschland befragt wurden.

95 Prozent halten betriebliche Gesundheits- und Sportangebote für sinnvoll

Fast drei Viertel der befragten Arbeitnehmer (71 Prozent) sagen, dass sie mit dem Gesundheits- und Sportangebot Ihres Arbeitgebers zufrieden sind; immerhin 29 Prozent verneinen dies. Dabei hält die große Mehrheit (95 Prozent) solche Zusatzleistungen grundsätzlich für sinnvoll. Auch geben 73 Prozent an, dass sie Unternehmen, die ein umfangreiches Sport- und Fitnessangebot machen, für attraktiver halten als andere Arbeitgeber.

Beschwerden und Arbeitgeberangebote decken sich weitgehend

42 Prozent der Studienteilnehmer nehmen eine oder mehrere der angebotenen Sport- und Gesundheitsleistungen seitens des Unternehmens wahr. Da es nicht mehr sind, obwohl breite Zustimmung zu diesen Maßnahmen besteht, sollten sich Unternehmen fragen, so Indeed, ob die Angebote auch richtig kommuniziert werden und ob die Mitarbeiter genug Freiraum haben, sie auch wahrzunehmen. Denn die Kursangebote stimmen größtenteils mit den Interessen der Arbeitnehmer überein: Am meisten machen die befragten Mitarbeiter Gebrauch von Rückentrainings, Fitness-Angeboten und Kursen zur Entspannung oder Stressbewältigung. Diese Maßnahmen entsprechen auch den Beschwerden, die die Arbeitnehmer ihrem Berufsleben zuordnen und die sie durch Sport kompensieren möchten: Rückenbeschwerden liegen mit 65 Prozent vorn, gefolgt von Stress mit 50 Prozent. 40 Prozent wollen allgemein vorbeugen. Nur jeder Zehnte gibt an, keine Beschwerden zu haben, die mit dem beruflichen Alltag zusammenhängen.

Dass nicht noch mehr Mitarbeiter auf die angebotenen Leistungen ihres Unternehmens zurückgreifen, könnte auch daran liegen, dass sich mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) privat mindestens einmal pro Woche sportlich betätigen. Doch die Unternehmen, die bislang auf solche Angebote verzichten, könnten damit punkten, wenn sie diese Zusatzleistungen einführen würden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.