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Produktivität vor Weihnachten dieses Jahr stärker gesunken

Frau in Homeoffice mit Weihnachtsbaum
In der diesjährigen Vorweihnachtszeit fühlten sich wegen der Corona-Krise noch mehr Arbeitnehmer ausgebrannt als sonst.
Foto: © kasto-stock.adobe.com

Für die Studie hat > Peakon 8000 Beschäftigte in Deutschland, Großbritannien, den USA, Australien und Neuseeland befragt, davon 2000 in Deutschland. Weltweit 82 Prozent der Angestellten gaben an, dass ihre Produktivität in der Vorweihnachtszeit stark abgenommen hat. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) sagte, dass seine Produktivität dieses Jahr früher gesunken ist, bei neun Prozent bereits vor dem 1. Dezember. Deutsche Angestellte – ebenso wie britische – waren gedanklich später im Weihnachtsurlaub als Arbeitnehmer in den anderen Ländern. So gaben nur 37 Prozent der deutschen Befragten an, dass ihre Produktivität in der Vorweihnachtszeit nachlässt, wobei sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) bis zum 16. Dezember gedanklich verabschiedet hat. Motiviert und angetrieben fühlen sich allerdings nur elf Prozent. Dass Corona ihre Produktivität beeinflusst, sagte ein Sechstel (16 Prozent) der hiesigen Befragten.

Jüngere Berufstätige büßen eher an Produktivität ein als ältere

Länderübergreifend gaben lediglich 18 Prozent der Befragten an, dass ihre Produktivität in der Vorweihnachtszeit überhaupt nicht nachgelassen hat. Während nur zwölf Prozent der Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren sagten, dauerhaft produktiv zu bleiben, sind es bei den Befragten über 55 Jahren 26 Prozent und damit mehr als doppelt so viele.

Gut jeder Fünfte in Deutschland steht kurz vor dem Burnout

Laut Martin Daniel von Peakon waren die letzten Monate mit vermehrtem Stress und Insolation ein enormer Test für die Belastbarkeit der Arbeitnehmer. Das habe nicht nur die Motivation beeinflusst, sondern spiegele sich auch in anderen Zahlen wieder. So befindet sich in Deutschland nach eigener Angabe mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) am Rande eines Burnouts und benötigt eine Pause. Frauen sind stärker betroffen als Männer, von ihnen steht hierzulande mehr als jede vierte (27 Prozent) kurz vor dem Burnout. In den anderen untersuchten Ländern fühlen sich die Befragten noch stärker ausgebrannt als in Deutschland: In den USA ist es jeder Vierte (26 Prozent), in Großbritannien und Australien jeder Dritte (33 Prozent) und in Neuseeland sind es mit 36 Prozent noch etwas mehr. Insgesamt fühlen sich jüngere Arbeitnehmer häufiger ausgebrannt als ihre älteren Kollegen: Bei den 18- bis 34-Jährigen wünschen sich 36 Prozent eine Pause gegenüber 22 Prozent bei den über 55-Jährigen.

Gehaltserhöhung ganz oben auf der Wunschliste

Wenn sie zu Weihnachten einen Wunsch frei hätten, würde sich jeder Zweite in Deutschland (52 Prozent) zu Weihnachten eine Gehaltserhöhung wünschen. An zweiter Stelle mit 20 Prozent der Nennungen folgt eine Woche zusätzlicher Urlaub. Gut ein Viertel der deutschen Befragten (26 Prozent) ist darüber besorgt, was das nächste Jahr bringen wird. Vor allem die jungen Berufstätigen, die Vertreter der Generationen Y und Z, blicken ängstlich in die Zukunft. 41 Prozent aller deutschen Befragten hoffen, dass 2021 ein besseres Jahr wird als das jetzige.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.