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Was geht App?

Gestresste Frau im Büro vor Laptop erhält SMS auf ihrem Smartphone und ist genervt
Ständig eingehende Kurznachrichten im Büro sind stressiger als E-Mails.
Foto: © Syda Productions/Fotolia.de

Mit der zunehmenden Digitalisierung und der wachsenden Mobilität zieht die Kommunikation per Kurznachrichten in deutsche Unternehmen ein. Aktuell geben 52 Prozent der Arbeitnehmer an, dass sie täglich oder mehrmals wöchentlich Messenger-Dienste zur Organisation der internen Arbeitsabläufe oder zur beruflichen Kommunikation mit Teams oder Kollegen nutzen. An erster Stelle der Dienste steht WhatsApp mit 68 Prozent. SMS liegen mit 31 Prozent auf dem zweiten Platz. Es folgen der Facebook Messenger (23 Prozent), Intranet Foren (22 Prozent), Skype und Google+ (jeweils 15 Prozent) und Twitter (sieben Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Studie von > Indeed hervor, für die im September deutschlandweit 1980 Arbeitnehmer befragt wurden.

Messenger-Dienste vor allem für Absprachen und Terminvereinbarungen

Gefragt danach, für welche beruflichen Tätigkeiten die Mitarbeiter Messenger-Dienste nutzen, gaben 67 Prozent interne Absprachen und Abstimmungen an. 64 Prozent nannten Terminvereinbarungen. 58 Prozent gaben an, dass sie die Dienste für die laufende Zusammenarbeit nutzen. 41 Prozent setzen sie für Arbeitsanweisungen und Aufträge ein, 17 Prozent verwenden sie im Projektmanagement und 14 Prozent tauschen auf diese Weise vertrauliche Projektdetails aus.

Jeder Dritte sieht deutlichen Rückgang von E-Mails

Jeder zweite Befragte ist der Ansicht, dass sich die Kommunikation im Unternehmen nur etwas verändert hat; es würden weiterhin hauptsächlich E-Mails geschrieben, aber auch Messenger-Dienste genutzt. Rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) sagt jedoch, dass heute schon deutlich weniger E-Mails und dafür mehr Kurznachrichten geschrieben werden: Die Hälfte davon (51 Prozent) gibt an, dass durch die Nutzung von Messenger-Diensten nach ihrer Einschätzung bereits bis zu 25 Prozent weniger E-Mails geschrieben werden. 34 Prozent sagen, dass dieser Anteil bereits bei bis zu 50 Prozent liegt. Elf Prozent sind sogar der Meinung, dass bereits bis zu 75 Prozent weniger E-Mails geschrieben werden. Lediglich 16 Prozent gaben an, dass sich die Unternehmenskommunikation nicht verändert hat und hauptsächlich E-Mails zum Einsatz kommen.

Kurznachrichten verursachen mehr Stress

Die Studienteilnehmer wurden auch danach gefragt, ob sie sich durch die fortlaufende Kommunikation durch E-Mail und/oder Messenger im Beruf gestresst fühlen. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) fühlt sich dadurch belastet. Dabei werden Messenger-Dienste als deutlich stressiger empfunden als E-Mails: 63 Prozent gaben an,  durch ständig ankommende Nachrichten per Messenger-Dienst stärker gestresst zu sein, während sich 37 Prozent durch ein volles E-Mail-Postfach mehr unter Stress fühlen.

WhatsApp & Co auch für privaten Austausch mit Kollegen genutzt

70 Prozent der deutschen Arbeitnehmer tauschen sich über Messenger-Dienste mit Kollegen auch zu Themen aus, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Am häufigsten werden lustige Inhalte kommuniziert (75 Prozent). 67 Prozent verschicken Bilder oder Videos, 65 Prozent treffen Terminvereinbarungen für die Freizeit, 44 Prozent tauschen sich über Sport oder Freizeit aus, 40 Prozent über Familie und Beziehungen. 22 Prozent kommunizieren auf diese Weise aber auch über Missstände im Unternehmen und 16 Prozent lästern über Kollegen oder Vorgesetzte.