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Anteil weiblicher Führungskräfte seit 2012 fast unverändert

Drei Frauen und ein Mann in einer Besprechung
Je nach Branche ein seltenes Bild: Mehr Frauen im Meeting als Männer. Bild: pixabay

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat Ergebnisse zur “Qualität der Arbeit” Deutschland für das Jahr 2017 mitgeteilt. In sieben Dimensionen wird untersucht, was “gute” Arbeit ausmacht. Ein Beispiel aus der Dimension Arbeitssicherheit und Gleichstellung: Rund 30 Prozent der deutschen Führungskräfte sind weiblich. 

Im Jahr 2017 gab es Durchschnittlich 29,2 Prozent Frauen in Führungspositionen. Verglichen mit den vergangenen Jahren ergab sich eine nur wenig signifikante Veränderung: 2012 waren es 0,6 Prozent weniger. Die Zahlen vor diesem Zeitpunkt lassen sich aus Sicht von Destatis nicht vergleichen, da sie nach anderen Klassifizierungen erhoben wurden.

Immer noch typische Branchen für Männer und Frauen

Ein Blick auf die Branchenverteilung zeigt, dass es nach wie vor von einem der beiden Geschlechtern dominierte Branchen gibt: In der Land- und Forstwirtschaft, sowie der Fischerei gibt es keine Frau in einer Führungsposition; im Baugewerbe lediglich elf Prozent. Anders sieht es etwa bei “Erziehung und Unterricht” mit 64,6 Prozent und “Gesundheits- und Sozialwesen” mit 61,3 Prozent aus. Zu den Führungspositionen zählen Vorstände und Geschäftsführerinnen sowie weibliche Führungskräfte in Handel, Produktion und Dienstleistungen.

Auch das Alter spielt eine Rolle bei der Häufigkeit weiblicher Führungskräfte. Hier gilt: Je jünger, desto wahrscheinlicher. Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren haben mit 40,6 Prozent am häufigsten eine leitende Position inne. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 36,8 Prozent und die 35- bis 44-Jährigen liegen mit 27,7 Prozent bereits knapp unter dem Durchschnitt. Die 45- bis 54-Jährigen Frauen legen zwar mit 28,2 Prozent wieder etwas zu, bleiben aber deutlich unter der Gruppe der bis 24-Jährigen. 

Stagnierende Gleichstellung

Auch andere Aspekte der Dimension Arbeitssicherheit und Gleichstellung haben sich für weibliche Arbeitnehmer kaum verbessert. Der Gender Pay Gap ist zwischen 2006 und 2017 lediglich von 23 auf 21 Prozent gesunken. Am stärksten ausgeprägt war der Einkommensunterschied im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (32 Prozent), gefolgt von der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftli­chen und technischen Dienstleistungen (31 Prozent), sowie der Banken- und Ver­si­che­run­gsbranche (28 Prozent).

Deutlich besser steht der öffentliche Dienst da: Hier verdienen Frauen nur zehn Prozent weniger als Männer, im privaten Sektor sind es 23 Prozent.

Die kompletten Ergebnisse, auch die der anderen Dimensionen, sind › hier zu finden.