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Corona-Krise ist auch in IT-Branche spürbar

Junger Mann vor Laptop mit leerem Monitor
Auch IT-Spezialisten finden aufgrund der Corona-Krise derzeit deutlich weniger Jobangebote.
Bild (CCO): pexels.com

Die Anzahl der IT-Stellenausschreibungen auf Linkedin, Glassdoor und Indeed ist in den ersten drei Märzwochen dieses Jahres deutlich zurückgegangen. In den europäischen Jobbörsen wurden im Tech-Bereich nur halb so viele Stelleninserate geschaltet wie sonst in diesem Zeitraum. Noch stärker als im Durchschnitt nahm die Zahl der Jobangebote in Berlin und München (je 55 Prozent weniger) und in Hamburg (Rückgang um 68 Prozent) ab. Die Tech-Branche schreibt inzwischen zwar wieder etwas mehr Stellen aus, dennoch liegt die Anzahl weiter hinter dem Stand vor der Pandemie zurück. Das zeigt eine Analyse der Plattform Talent.io unter 823 europäischen Tech-Unternehmen. Dafür wertete Talent.io Anzeigen auf Jobportalen in Deutschland,  Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien aus und führte eine Umfrage unter seinen Kunden durch.

Einstellungsstopp bei 38 Prozent der IT-Unternehmen

Insgesamt gaben 38 Prozent der befragten IT-Firmen an, dass sie wegen der Corona-Krise derzeit auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiter verzichten. Rund 60 Prozent der Unternehmen sagten, dass sie bei ihrer Belegschaft Zeitguthaben und Urlaub abbauen; ein Drittel hat auf Kurzarbeit umgestellt. Dennoch, so die Studie, spürten die Beschäftigten, die derzeit in der Branche arbeiten, die Auswirkungen der Krise weniger stark als Arbeitnehmer anderer Sektoren. Drei Viertel der befragten Unternehmen vermeldeten – abgesehen von der Umstellung auf Homeoffice – lediglich minimale Auswirkungen auf ihre IT-Teams und die Geschäfte liefen in der Mehrzahl wie gewohnt weiter.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.