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Auf kontinuierlichen Dialog kommt es an

Grafik mit Employee Experience im Mittelpunkt, umrahmt von drei Kreisen zur Strategie, zum kontinuierlichen Dialog und zur Umsetzung.
Employee Experience – worauf es bei Strategie, kontinuierlichem Dialog und Umsetzung ankommt.
Grafik: Kincentric

Die Mehrheit der Unternehmen ist davon überzeugt, dass eine positive Mitarbeitererfahrung den Geschäfts- erfolg fördert. Eine Employee-Experience-Strategie hat allerdings nur eine Minderheit der Firmen. Eine Studie identifiziert die Faktoren, die wesentlich sind.

Der “Global Employee eXperience Report 2019” von Kincentric hat untersucht, was Unternehmen derzeit tun, um die Employee Experience zu verbessern. An der Befragung nahmen über 1300 HR-Fachleute aus mehr als 43 Ländern teil. Danach denken acht von zehn Personalern (82 Prozent), dass die Erfahrung der Mitarbeiter die Business Performance beeinflusst. In Deutschland sind sogar mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen der Meinung, dass eine positive Employee Experience entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Über eine klare Employee-Experience-Strategie verfügen jedoch lediglich 15 Prozent der hiesigen Arbeitgeber.

Erfolgsfaktoren für eine positive Employee Experience

Auch kann im weltweiten Durchschnitt nur knapp jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) klar definieren, was es überhaupt unter der Employee Experience versteht. Und nicht mehr als 17 Prozent der HR-Experten geben an, ihr Unternehmen habe die zentralen Aspekte entlang des Lebenszyklus der Mitarbeiter in der Organisation (hier Employee Lifecycles genannt) definiert, die einen Einfluss auf die Talent-Strategie haben – laut Studie ist dies jedoch, in Verbindung mit einer klaren Strategie – ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine positive Mitarbeitererfahrung. Außerdem gelte es, die Mitarbeiter- segmente zu identifizieren, bei denen die Verbesserung der Erfahrung besonders relevant sei. Darüber hinaus müssten die Phasen der Mitarbeitererfahrung erkannt und benannt werden, die von hoher Bedeutung für die HR-Strategie seien. Der Trend, so die Autoren, gehe in Richtung regelmäßiger Befragungen der Mitarbeiter (Continuous Dialague), dazu gehörten Continuous Listening, Always-on-Befragung und Pulsing.

Mitarbeiterengagement, Unternehmenskultur und Onboarding derzeit im Fokus

Derzeit setzen sich die befragten Unternehmen hinsichtlich der Employee Experience am meisten mit dem Mitarbeiterengagement auseinander; 57 Prozent geben dies an. Es folgen die Unternehmenskultur mit 55 Prozent und die Onboarding-Erfahrung mit 51 Prozent. Die HR-Experten sind der Ansicht, dass diese Themen in den nächsten zwei Jahren noch an Bedeutung gewinnen werden. Jede zweite der befragten europäischen Firmen misst die Unternehmenskultur als separate Puls-Befragung und ebenso viele wollen in den folgenden zwei Jahren ihren Engagementprozess verbessern. Daneben kommen bislang Fokusgruppen, Einzelgespräche, Teammeetings sowie Stakeholder-Interviews zur Ermittlung der Mitarbeitererfahrung zum Einsatz. Über die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) gibt allerdings an, dass die Ziele einiger Maßnahmen zur Verbesserung der Employee Experience nicht so schnell erreicht werden konnten wie geplant.

Um erfolgreich zu sein, brauche es außer einer Strategie auch den Willen zur Veränderung und Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter durch den Veränderungsprozess führen, sagt Dr. Stefan Mauersberger, Market Leader Central and Southern Europe bei Kincentric. Hilfreich sei dabei ein agiler Ansatz zur Planung, Messung und Umsetzung der Mitarbeitererfahrung über den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus.

Die vollständigen Studienergebnisse können > hier zum Download angefordert werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.