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Wie deutsche Chefs ticken

Deutsche Manager sind weniger kreativ als ihre Mitarbeiter und vorsichtiger als internationale Kollegen.
Foto: © Gajus/Fotolia.de
Deutsche Manager sind weniger kreativ als ihre Mitarbeiter und vorsichtiger als internationale Kollegen.
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Von ihren ausländischen Kollegen unterscheiden sie sich zum Teil ebenfalls stark.

Deutsche Manager sind gut ein Viertel (27 Prozent) selbstbewusster als Mitarbeiter. Sie haben ein Fünftel (21 Prozent) mehr Freude am Wettbewerb als Fachkräfte. Auch sind die Durchsetzungskraft und die Fähigkeit, andere zu überzeugen, bei ihnen zu jeweils 16 Prozent stärker ausgeprägt. All das in Verbindung mit hoher Zielstrebigkeit hilft ihnen dabei, überhaupt erst eine Führungsposition zu erreichen, Teams zu motivieren und gut mit Rückschlägen umzugehen. Das zeigen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Startups > Good&Co. Dafür hat die Tochter der Online-Jobplattform Stepstone 20 000 psychometrische Profile deutscher Fach- und Führungskräfte ausgewertet und mit Profilen aus Großbritannien und den USA verglichen.

Mitarbeiter sind kreativer als ihre Vorgesetzten

Während die Chefs laut der Untersuchung bei den meisten Persönlichkeitsmerkmalen besser abschneiden als Fachkräfte ohne Führungsverantwortung, sieht es in einem Punkt ganz anders aus: Mitarbeiter verfügen über eine 40 Prozent größere Kreativität als ihre Vorgesetzten. Laut Studie spricht das dafür, dass ideenreiche Menschen es schwerer haben, in eine Führungsposition aufzusteigen oder dass sie diese gar nicht anstreben. Daher müsse ein Manager in der Lage sein, die Kreativität der Mitarbeiter zuzulassen und in konkrete Maßnahmen umzusetzen, damit Teams effizient zusammen, sagt Samar Birwadker, CEO von Good&Co.

Deutsche Chefs: strukturiert, taktisch und teamorientiert

Überhaupt zeigt die Studie, dass die Arbeit im Team hierzulande höher bewertet wird als etwa in Großbritannien und den USA – und zwar sowohl von Führungs- als auch von Fachkräften. Außerdem liegen deutsche Manager in Sachen Weitsicht und Vorausplanung vor ihren internationalen Kollegen und sind besser strukturiert. Ein weiteres Merkmal der Führungskräfte in Deutschland besteht darin, dass sie rund ein Drittel (34 Prozent) taktischer agieren als britische und amerikanische Chefs. Sie handeln vor allem ergebnisorientiert, was auch dazu führen kann, dass sie sich ihren Mitarbeitern gegenüber berechnender verhalten, so die Studie.

Britische und US-amerikanische Führungskräfte sind mutiger

Führungskräfte aus Großbritannien und den USA dagegen zeichnen sich durch andere Merkmale aus: Sie sind abenteuerlustiger und nicht so vorsichtig wie die deutschen Chefs und sind um ein Drittel mutiger, neue Wege zu gehen. Britische Führungskräfte zeigen die größte Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen; darein weisen sie gegenüber den Managern hierzulande einen Vorsprung von 18 Prozent auf.

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