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Wie komme ich gesund durch meinen Advents- und Arbeitsalltag

Obst auf Teller als Weihnachtsbaum geformt
Auch wenn in der Weihnachtszeit die Verführung zu Leckereien und wenig Bewegung groß ist: Wer sich gesund ernährt und Sport treibt, kommt besser durch die Feiertage. Bild: © samael334/Fotolia.de

Jeder weiß: durch einfache Kniffe kann man sich auch am Arbeitsplatz durchaus Gutes tun. Langes Sitzen, schlechte Haltung vorm Computer, zu kurze Mittagspausen mit zu schnellem Mittagessen, Hektik, viel Kaffee, wenig Muße, Stress, Klimaanlagen, Meetings mit vollen Kekstellern und und und – die Liste lässt sich endlos fortführen. Wie man besser, gesünder und frischer durch den Tag kommt? Eine Checkliste.

1. Wir sitzen uns krank
An einem durchschnittlichen Acht-Stunden-Arbeitstag sitzen wir 6,8 Stunden davon an unserem Schreibtisch (Quelle: AOK). Vermutlich sind wir davor mit dem Auto – natürlich sitzend – zu dieser Arbeit gefahren, wahlweise mit dem Bus oder Bahn, ebenfalls sitzend. Nur neun Prozent der Erwerbstätigen nutzen das Fahrrad für den Arbeitsweg (Quelle: Nationaler Radverkehrsplan). Von diesen 6,8 Stunden wird ein Großteil in einer Haltung verbracht, die viele auch noch dann in Nacken, Schultern und Lende spüren, wenn sie schon lange zu Haus vor dem Fernseher – nun denn – sitzen. Computer zwingen uns zur Bildschirmstarre, aber ob Bürotier, Busfahrer oder Supermarktkassierer – wir haben alle eins gemein: wir arbeiten im Sitzen. Was also kann man dagegen tun? Ein ergonomischer Bürostuhl mit verstellbarer Rückenlehne und individueller Höhe sollte Pflicht sein (wenn Sie Glück haben, übernimmt der Arbeitgeber die Kosten). Die Kür ist, einen Schreibtisch zu haben, den Sie in der Höhe verstellen können, so dass er zum Stehpult wird und sie stehend arbeiten können.

2. Liebe geht durch den Magen, Konzentration auch
Wir sind, was wir essen – auch im Job. Deshalb nützt eine gute Ernährung nicht nur der guten Figur und dem Wohlbefinden, sondern auch der Leistungssteigerung und der Freude bei der Arbeit. Den Tag startet man morgens ideal mit einem leichten Frühstück, das Energie für den Tag gibt, am besten Müsli oder Vollkornbrot. Vormittags gibt ein Stück Obst (kann man sich ins Büro liefern lassen) Energie und liefert eine Extra-Portion Motivation und gute Laune. In der Mittagspause ist ein leichter Lunch mit viel Gemüse, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß natürlich besser als fettige, schwere Kalorienbomben wie Wurst, Pommes oder Pasta – das ist nicht neu. Und auch am Nachmittag sind Nüsse und Früchte den Schokoriegeln vorzuziehen. Obst am Arbeitsplatz erhöht übrigens Produktivität, verbessert die Lebensqualität im Unternehmen und erhöht die Mitarbeiterloyalität. Schon mal probiert? Am Abend bleibt es bei Low Carb oder einer guten Brotzeit, auch wenn Winter ist und wir alle in Bratenstimmung sind. Und als Getränk? Wasser, literweise und am besten still. Kaffee und Tee sind in Maßen auch ok.

3. Maus ist nicht gleich Maus
Neben den Rückenleiden und Haltungsschäden leider immer mehr Menschen an Sehnenscheidentzündungen oder einem “Mausarm”, da ihr Arbeitsplatz am Computer nicht gut eingestellt ist. Deshalb auch hier auf ein paar Tricks achten: Der Monitor steht am besten so, dass keine Lichtreflexionen vom Fenster oder dem Bürolicht stören, sonst strengt man seine Augen unnötig an. Die Tastatur sollte Finger und Handgelenke entspannen, das heißt der Abstand zwischen abgelegter Hand und Tastatur beträgt idealerweise ungefähr 10 Zentimeter.

4. Lunchtime, aber richtig
Mittagspausen sind nicht nur zum Essen da! Genießen Sie die Pause je nach Gemüt und Typ: ob ein Powernap (wärmstens empfohlen von den Schlafforschern Prof. Jürgen Zulley und Prof. Ingo Fietze), eine nette Kollegenrunde mit Smalltalk, der den Kopf frei macht, ein Spaziergang an der frischen Luft oder für die ganz Sportlichen sogar eine Speed-Runde im Fitnessstudio – jeder wie er mag und was ihm gut tut. Probieren Sie es aus!

Sie sehen: Wenige Stellschrauben und Sie werden den Unterschied merken, wenn auch nicht sofort, denn gute Ergebnisse brauchen immer Zeit. Haben Sie daher die genannten Punkte im Blick, überprüfen Sie aber auch: Bewege ich mich zwischendurch? Kann ich den Aufzug durch Treppen ersetzen? Habe ich genügend Licht, besonders jetzt im Winter? Steht eine Pflanze an meinem Arbeitsplatz? Mache ich genügend Pausen und atme dann auch wirklich durch oder lese ich weiter E-Mails auf dem Handy? Wie ist der Lärmpegel in meinem Büro? Welche Snacks stehen in meiner unmittelbaren Umgebung zur Verfügung? Schokoriegel oder Bananen, Äpfel und Pflaumen? Der Mensch neigt zur Bequemlichkeit, was am leichtesten und schnellsten da ist, wird genommen. Daher: Augen auf im Büroalltag, Arbeitszeit ist Lebenszeit, und das geht auch nach dem Feierabend weiter!