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Worauf es ankommt

Gute Idee gefunden? Coaches und Workshops helfen Mitarbeitern, innovativ zu sein.
Foto: © fotogestoeber/Fotolia.de
Gute Idee gefunden? Coaches und Workshops helfen Mitarbeitern, innovativ zu sein.
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Während der Stuttgarter Gespräche diskutierten fünf Experten über Ideenmanagement aus unterschiedlichen Perspektiven. So wurde das Thema neben wirtschaftlichen Aspekten auch im Hinblick auf die Bedeutung für die Unternehmenskultur erörtert:

Ein erfolgreiches Ideenmanagement motiviert Mitarbeiter, sich einzubringen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Somit kann es das gelebte Selbstverständnis und die Visionen des Unternehmens entscheidend mitgestalten und die positive Unternehmenskultur stärken,

sagte Christiane Kersting, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für
Ideen- und Innovationsmanagement in Frankfurt am Main.

Ideenmanager als Unterstützung

Doch wie können Unternehmen die Innovationsfähigkeit innerhalb der
Belegschaft fördern, wie sollte ein erfolgreiches Ideenmanagement
aussehen? Um erfolgreich zu sein, braucht das Ideenmanagement die Unterstützung des Top-Managements und der Arbeitnehmervertretung, außerdem muss mit Kampagnen dafür geworben werden. Wichtig sei vor allem ein Ideenmanager, der als Coach agiert und die Mitarbeiter aktiv dabei unterstützt, innovativ zu sein, sagte Prof. Dr. Hans-Dieter Schat, Dozent an der FOM stuttgart.

Anfangen im Kleinen

In der Praxis könnte es so aussehen, dass der Ideenmanager gemeinsam mit Mitarbeitern bei den kleinen alltäglichen Prozessen am Arbeitsplatz nach Optimierungspotenzial sucht. Ein Experte aus der Runde nannte ein Beispiel aus dem Handwerk. Dort biete es sich an, im Lager zu beginnen, da beim Aufräumen oft die ersten Vorschläge entstünden. Bei der Landesbank Baden-Württemberg setzt man, neben dem betrieblichen Vorschlagswesen, ebenfalls auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. So veranstaltet das Unternehmen unter anderem Workshops im Arbeitsumfeld der Angestellten, um Ideen abzuholen. Um die Qualität der Vorschläge zu verbessern, sollen die Mitarbeiter selbst schon einmal vorab den Nutzen abschätzen.

Was bleibt von der Mitarbeiterprämie?

Mitarbeiter erhalten für gute Einfälle in der Regel eine Prämie. Auf solche Prämien müssen jedoch auch Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden, so dass nur noch knapp die Hälfte beim Arbeitnehmer ankommt. Allerdings, so ein Steuerexperte, könnten zusätzlich gezahlte Leistungen mit entsprechendem Nachweis zum Beispiel als Kinderbetreuungskosten für ein nicht schulpflichtiges Kind oder für die betriebliche Gesundheitsförderung ausgewiesen werden und dem Mitarbeiter auf diese Weise zugutekommen.

Ideenmanagement zahlt sich aus

Schließlich stellt sich für
Arbeitgeber auch die Frage, ob sich Aufwand und Kosten eines
Ideenmanagements überhaupt rentieren. Laut einer aktuellen Studie, an
der die > FOM
Stuttgart mitgearbeitet hat, profitierten die Unternehmen davon, sagte Schat. Bei einem
Großteil der befragten Unternehmen flossen pro eingesetztem Euro zwei
bis drei Euro zurück. Manche Firmen erzielten noch deutlich höhere
Quoten.

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