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Wuppertaler Kreis fordert Hilfe bei der Digitalisierung

E-Learning mit Tutor, Mann mit Headset spricht mit Frau auf Monitor
Angesichts der wegen Corona reduzierten Kontakte könnte digitale Weiterbildung einen Boom erleben. Foto: © Robert Przybysz/StockAdobe

Aufgrund der Corona-Epidemie fallen Seminare aus, Veranstaltungen werden abgesagt, Tagungszentren stellen ihren Betrieb ein und Dienstreisen werden nicht genehmigt. Gerade jetzt müsse jedoch antizyklisch ein hohes Engagement bei der Qualifizierung aufrechterhalten werden, so der > Wuppertaler Kreis. Nach Ansicht der Weiterbildungsdienstleister ist in Zusammenhang mit der Digitalisierung in den Unternehmen ein Strukturwandel erforderlich, der durch die Covid-19-Pandemie noch beschleunigt wird. Nun komme es darauf an, dass die Weiterbildungsbranche die Krise übersteht und gleichzeitig die Betriebe weiter in Personalentwicklung und Weiterbildung investieren.

Der Wuppertaler Kreis fordert daher ein Paket von drei Maßnahmen, die die absehbaren Veränderungen aufnehmen und die digitale Transformation der beruflichen Weiterbildung fördern.

Wirtschaftlicher Schutzschirm für die Weiterbildungsbranche

Damit Weiterbildungsunternehmen die Krise überstehen, fordert der Verband außer Liquiditätshilfen und Krediten auch Zuschüsse, die es den Bildungsanbietern ermöglichen, trotz der Umsatzeinbußen wirtschaftlich zu überleben. Diese Maßnahmen sollten den Dienstleistern unabhängig von Größe und Rechtsform bereitgestellt werden und auch die absehbaren Anlaufschwierigkeiten nach Aufhebung der Einschränkungen mit einbeziehen.

Branche verlangt steuerliche Anreize für Kundenunternehmen

In den von der Krise betroffenen Kundenunternehmen müsse verhindert werden, dass Investitionen in den digitalen Strukturwandel ins Stocken geraten. Nach Ansicht des Wuppertaler Kreises ist gerade jetzt ein beschleunigtes Engagement für Digitalisierung erforderlich. Die Forderung lautet, die betriebliche Weiterbildung als Schlüsselinstrument für die Transformation durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten zu fördern. Empfehlenswert sei eine doppelte oder überproportionale steuerliche Berücksichtigung der Ausgaben der Unternehmen beim Einkauf von Weiterbildungsleistungen. Außerdem solle das Engagement für betriebliche Weiterbildung durch eine öffentliche, an Unternehmen und Mitarbeiter gerichtete Kampagne unterstützt werden, für die die Nationale Weiterbildungsstrategie einen Rahmen bieten könne.

Bildungsanbieter wollen Förderprogramm für den eigenen digitalen Wandel

Da die Weiterbildungsdienstleister jetzt gefordert seien, ihre Angebote in kurzer Zeit verstärkt auf digitale Angebote umzustellen und diese auf unterschiedlichen Kanälen bereitzustellen, verlangt der Verband ein Förderprogramm, etwa in Form eines Wettbewerbs, der die Digitalisierung in der Branche unterstützt und öffentlichkeitswirksam fördert.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.