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Zwiespältige Gefühle im Mittelstand

HR ist auf dem Weg zur Digitalisierung - die Abteilung ist zum Teil weniger ängstlich als andere Bereiche.
Foto: © fotodo/Fotolia.de
HR ist auf dem Weg zur Digitalisierung – die Abteilung ist zum Teil weniger ängstlich als andere Bereiche.
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Die Digitalisierung scheint vor allem im deutschen Mittelstand kein Selbstläufer zu sein. Mit lediglich zwölf Prozent sind nur die wenigsten Unternehmen der Meinung, sie hätten bereits die Hälfte des Weges zur Digitalisierung geschafft. 18 Prozent stehen am Anfang, 37 Prozent haben erste Schritte gewagt und 27 Prozent setzen sich intensiv mit der Digitalisierung auseinander.

HR an fünfter Stelle der Entscheider

Entscheidungen über die Digitalisierung wurden bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich in der IT getroffen. Zwar stellen die IT-Entscheider mit 21 Prozent noch die größte Gruppe, gefolgt vom Management mit 15 Prozent, aber inzwischen sind alle Abteilungen mehr oder weniger beteiligt: die Produktion mit elf Prozent, die Finanzabteilung mit acht Prozent, der Verkauf mit acht Prozent. An fünfter Stelle folgt der HR-Bereich mit fünf Prozent, ungefähr gleichauf mit Forschung & Entwicklung sowie Einkauf und Beschaffung. Im Marketing werden dagegen nur drei Prozent aller Digitalisierungsentscheidungen getroffen. Das sind Ergebnisse der Studie “Psychologie der Digitalisierung”, für die die Innovation Alliance – ein Verbund von Cisco und elf mittelständischen IT-Unternehmen – 500 Entscheider in mittelständischen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern befragt hat.

Digitalisierung? Is cool, man, sagen Personaler

Mittelständische Entscheider empfinden die Digitalisierung als große Herausforderung. Dabei sehen mehr als drei Viertel aller Befragten den digitalen Wandel als rationale Pflichtveranstaltung nach dem Motto “es muss eben sein”. Aber für fast die Hälfte der Unternehmen stellt der Wandel ein Wagnis dar und fast jeder dritte Entscheider verbindet damit negative Gefühle wie Angst und Einsamkeit. Während bei den Frauen in Entscheidungspositionen lediglich 28 Prozent Angst der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung haben, sind es bei Männern 35 Prozent. Auch je nach Unternehmensbereich sind Gefühle von Verlassenheit und Angst nicht überall gleich weit verbreitet. Die größten Bedenken gibt es in der Produktion (43 Prozent) und im Vertrieb (40 Prozent). Am gelassensten sieht man die Digitalisierung in der HR-Abteilung sowie in Forschung & Entwicklung und Fertigung, dort fühlt sich jeweils nur jeder Vierte (25 Prozent) im Stich gelassen.

Und wenn es um die Freude am Neuen und an der Veränderung geht, steht HR der IT kaum nach: Bei 75 Prozent der Personaler (und 76 Prozent der ITler) löst die Digitalisierung positive Emotionen aus, sie wird vor allem mit Abwechslung, Kreativität, Fantasie und Neugier verbunden.

Widerstände: HR hält sich im Mittelfeld

Die Studienteilnehmer wurden auch danach gefragt, inwiefern sie es bei der Digitalisierung mit Widerständen zu tun haben, weil vorhandene Systeme und Arbeitsweisen durch den Wandel zur Diskussion stehen. Am größten ist der Widerstand in den Fachabteilungen Sales/Marketing (49 Prozent), Finance/Controlling und Produktion (je 43 Prozent). Die Personalabteilung steht mit 38 Prozent ungefähr in der Mitte, wenn es darum geht, gegen Hürden anzukämpfen. Am geringsten sind interne Widerstände im Management (29 Prozent).

Die Studie kann > hier zum Download angefordert werden.

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