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Beliebte Ausbildungsberufe und Trends

Turnschuhe auf Straße mit Aufschrift
In welche Ausbildungsberufe zieht es junge Menschen aktuell? Eine Analyse zeigt die Vorlieben der Schüler. Foto: © stockpics-stock.adobe.com

Hierzulande haben angehende Auszubildende die Wahl unter mehr als 300 Ausbildungsberufen. Allerdings ist es für Schüler nicht immer einfach, die passende Lehrstelle zu finden. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Unternehmen zunehmend Bewerber mit Abitur oder Fachholschulreife bevorzugen. Da immer mehr junge Menschen über diese höheren Bildungsabschlüsse verfügen, haben Haupt- und Realschulabsolventen häufig das Nachsehen. Unabhängig davon ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten zehn Jahren um mehr als 15 Prozent zurückgegangen.

Einige Branchen fallen als Ausbildungsbetriebe wegen der Lockdowns aus

Durch die Corona-Krise seit dem Frühjahr 2020 haben sich die Bedingungen noch mehr verschlechtert. In einigen Branchen wie der Gastronomie und dem Einzelhandel konnten und können Unternehmen wegen der Lockdowns und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Einbußen kaum neue Ausbildungsplätze anbieten. Vor allem Absolventen, die eine Friseurlehre oder eine Ausbildung zum/zur Tourismuskaufmann/-frau anstrebten, gingen leer aus.

Das zeigt eine aktuelle Analyse der Ausbildungsbörse > ausbildungsmarkt.de. Auf Basis der vorliegenden Daten und getätigten Suchanfragen hat sie kürzlich außerdem untersucht, welche Ausbildungsberufe bei Schülern aktuell am gefragtesten sind. Die Auswertung zeige, dass die meisten der begehrtesten Berufe weiterhin relativ krisensicher sind, so die Ausbildungsbörse.

Die Top Ten der begehrtesten Ausbildungsberufe 2021

Geschlechtübergreifend ist der gefragteste Ausbildungsberuf derzeit Kaufmann/-frau für Büromanagement. Auf Platz zwei steht die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in, den dritten Platz nimmt der Beruf Industriekaufmann/-frau ein. Auf den Plätzen vier bis zehn rangieren Fachinformatiker/in, Medizinische(r) Fachangestellte(r), Verkäufer/in, Elektroniker/in, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Zahnmedizinische(r), Fachangestellte(r) und Bankkaufmann/-frau. Mädchen und Jungen unterscheiden sich weiterhin deutlich in ihren Vorlieben, was den künftigen Beruf betrifft.

Am gefragtesten bei Mädchen: Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement

Junge Frauen auf der Suche nach einer Azubistelle bevorzugen häufig Berufe in den Branchen Pflege, Medizin, Gesundheit und Soziales. Außerdem beliebt sind Lehrstellen in den Bereichen Erziehung und Bildung, Büro und Verwaltung sowie Kunst, Kultur, Musik und Gestaltung. Neuere Berufsfelder im Sektor Medien und Design sind ebenfalls begehrt. Die fünf am häufigsten angestrebten Ausbildungsberufe von Schulabsolventinnen sind dieses Jahr die Kauffrau für Büromanagement, Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin, Zahnmedizinische Fachangestellte und Bankkauffrau.

Jungs wollen am liebsten Kraffahrzeugmechatroniker werden

Für männliche Aspiranten auf eine Lehrstelle sind zumeist Ausbildungen in den Bereichen Technik, Handwerk, Elektronik und Mechatronik interessant. Ebenfalls gefragt sind Berufe in Schutz und Sicherheit sowie Handel, Verkauf und Vertrieb. Am beliebtesten in 2021 sind bei den jungen Männern die Ausbildungsberufe zum Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriekaufmann, Fachinformatiker, Elektroniker sowie zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, heizungs- und Klimatechnik.

Berufe mit Chancen oder Zukunftspotenzial

Während einige Branchen derzeit für Auszubildende kaum Möglichkeiten bereithalten, ergeben sich laut Ausbildungsmarkt.de künftig durchaus Chancen und zwar in Branchen, die von der Krise profitieren und durch den technischen Fortschritt zunehmend beliebter würden. Das betreffe den Online-Bereich und die MINT-Berufe Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Besonderes Zukunftspotenzial haben laut der Ausbildungsbörse folgende Berufe: Technische(r) Produktdesigner/in, Anlagenmechaniker/in und Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement. Darüber hinaus gebe es auch dieses Jahr einen besonders hohen Bedarf an Nachwuchsfachkräften im Bereich Soziales, Gesundheit und Pflege, so dass sich Schüler gute Aussichten auf eine Lehrstelle in den Berufen Altenpfleger/in, Erzieher/in sowie Sozialpädagogische(r) Assistent/in ausrechnen könnten.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.