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Anerkennungsverfahren vor allem in medizinischen Berufen

Im letzten Jahr haben die zuständigen Stellen bundesweit 19.806 Anerkennungsverfahren bearbeitet, darunter 17.628 Neuanträge. Damit wurden mehr Anerkennungsverfahren bearbeitet als 2013; damals lag die Anzahl noch bei 16.695.

Ärzte und Krankenpfleger in der Mehrheit

Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen 2014 – wie auch im Vorjahr – medizinische Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 14.895 der bearbeiteten Verfahren, darunter 6.807 von Ärzten, 5.352 von Gesundheits- und Krankenpflegern und 681 von Physiotherapeuten. Das geht aus aktuellen Informationen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.

Anträge aus Polen, Rumänien und Bosnien-Herzegowina vorn

Insgesamt etwa 52 Prozent der Anerkennungsverfahren – 10.293 Verfahren – bezogen sich auf innerhalb der EU erworbene Abschlüsse. Weitere 5.016 der bearbeiteten Anträge kamen aus dem übrigen europäischen Ausland. 4.497 Anträge befassten sich mit Qualifikationen aus dem außereuropäischen Ausland, darunter 2.667 aus Asien. Am häufigsten wurden Anträge von Menschen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Polen (1.857), Rumänien (1.740) und Bosnien-Herzegowina (1.098) abgeschlossen haben.

Abgelehnt wurden im vergangenen Jahr 1.590 Anträge, davon wurden jedoch 1.059 berufliche Abschlüsse als teilweise gleichwertig anerkannt. Bei 4.968 Anträgen war Ende des Jahres noch keine Entscheidung gefallen.

Grundlage der Datenerhebung ist das am 1. April 2012 in Kraft getretene Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG). Das > BQFG regelt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, deren Referenzberufe in Deutschland dem Bundesrecht unterliegen.