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Azubi-Mangel verschärft sich weiter

Der demografisch bedingte Rückgang der Schülerzahlen und die zunehmende Akademisierung der Schulabgänger verschärfen die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage.

90 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verschlechterung des Ausbildungsmarktes

Derzeit berichtet gut jeder zweite Ausbildungsverantwortliche (52 Prozent) in Deutschland, dass es immer schwieriger wird, geeignete Bewerber zu rekrutieren. Für die folgenden drei Jahre rechnen sogar fast 90 Prozent mit einer Verschlechterung.

Allerdings setzen die Unternehmen bislang kaum auf alternative Bewerbergruppen, wie zum Beispiel Migranten, Leistungsschwache, Ausbildungs- und Hochschulabbrecher und ältere Auszubildende. Dabei schreiben 60 Prozent Migranten, Leistungsschwachen, Ausbildungs- und Hochschulabbrechern ein hohes Potenzial zu, den Ausbildungsmangel zu verringern.

Acht von zehn Unternehmen beklagen fehlende Qualifikation von Bewerbern

Über 80 Prozent der Unternehmen kämpfen zudem mit Bewerbern, die mangelnde Qualifikationen aufweisen. Hier wird es in Zukunft verstärkt darum gehen müssen, diese Kandidaten mittels geeigneter Maßnahmen für eine erfolgreiche Ausbildung zu befähigen. Das sind Ergebnisse der aktuellen DGFP-Studie “Zukunft der Berufsausbildung”, für die 143 Mitgliedsunternehmen befragt wurden.

Ausbildung muss wieder attraktiver werden

“In Anbetracht des zunehmenden Fachkräftemangels müssten sich Unternehmen viel stärker den ungenutzten Potenzialen auf dem Ausbildungsmarkt widmen und Jugendlichen mit schlechteren Ausgangsvoraussetzungen eine Chance geben. Dies ist eine Win-Win-Situation für Unternehmen, Jugendliche und natürlich für die Gesellschaft”, kommentierte DGFP-Geschäftsführerin Katharina Heuer die Studienergebnisse. Besonders schulschwache Schüler seien zum Teil intensiver in der Betreuung, aber mit dem Berufsabschluss hoch motivierte, engagierte und loyale Mitarbeiter, so Heuer. An vorderster Stelle bei allen Neuerungen stehe jedoch, die Ausbildung für Schulabgänger aller Schultypen wieder attraktiv zu machen.

Der vollständige Ergebnisbericht der Studie steht zum Download bereit.