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Ausbildung verbessert Lebenssituation von Flüchtlingen

Die meisten Flüchtlinge, die einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, konnten ihre persönliche Lebenssituation verbessern.
Foto: © Daniel Ernst/StockAdobe
Die meisten Flüchtlinge, die einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, konnten ihre persönliche Lebenssituation verbessern.
Foto: © Daniel Ernst/StockAdobe

Im Vermittlungsjahr 2017/2018 befanden sich 44 Prozent der zuvor in Deutschland gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber mit Fluchthintergrund in einer voll- qualifizierenden Ausbildung. Davon absolvierten 37 Prozent eine betriebliche Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO). Jeweils drei Prozent machten eine außerbetriebliche Ausbildung nach BBiG/HwO oder eine schulische beziehungsweise sonstige Ausbildung außerhalb BBiG/HwO und ein Prozent studierte. Weitere 29 Prozent befanden sich in Integrationskursen oder teilqualifizierenden Bildungsgängen wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen oder Praktika. An der repräsentativen Studie, die jetzt veröffentlicht wurdem nahmen rund 5300 Flüchtlinge teil, die bei der BA als ausbildungssuchend registriert und seit Anfang 2013 in Deutschland eingereist waren. 86 Prozent der Studienteilnehmer waren junge Männer im Alter von durchschnittlich 24 Jahren, die aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien eingewandert waren. 38 Prozent hatten die syrische und 23 Prozent die afghanische Staatsangehörigkeit.

Die meisten Azubis leben nicht mehr in Flüchtlingsheimen

Die Flüchtlinge wurden auch zu ihren Sprachkenntnissen und zu ihrer Wohnsituation befragt. 88 Prozent gaben an, bereits einen oder mehrere Deutschkurse absolviert zu haben. Davon verfügten nach eigener Angabe mehr als zwei Drittel (69 Prozent) über das B1- oder B2-Deutsch-Sprachniveau. Zu ihrer Wohnsituation sagten mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Studienteilnehmer, mit der eigenen Familie oder Partner/Partnerin in einer Wohnung oder einem Haus zu leben. Gut ein Viertel (28 Prozent) gab an, alleine zu wohnen. 14 Prozent nannten andere Wohnverhältnisse, etwa Wohngemeinschaften, öffentliche Unterbringung wie Jugendheime oder betreutes Wohnen sowie Pflegefamilien. Den Angaben der Befragten zufolge, so die Studie, scheine es vielen der Geflüchteten mittlerweile gelungen zu sein, ihre persönliche Situation zu verbessern. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Migranten, die noch in einer Flüchtlingsunterkunft oder einem Wohnheim für Flüchtlinge leben, häufiger außerhalb des Bildungssystems bleiben und zum Beispiel jobben oder arbeitslos sind.

Die Studienergebnisse stehen > hier zum Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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