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Deutsche sehr an Weiterbildung interessiert

Die Arbeitnehmer hierzulande halten viel von Weiterbildung, nur ein Drittel kümmert sich aber selbst darum.
Foto: © Robert Kneschke/Fotolia.de
Die Arbeitnehmer hierzulande halten viel von Weiterbildung, nur ein Drittel kümmert sich aber selbst darum.
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Rund 84 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande sind an beruflicher Weiterbildung interessiert. Bei den unter 40-Jährigen sind es sogar über 90 Prozent, während bei den Angestellten über 50 nur noch knapp drei Viertel Interesse daran signalisieren.

Fachliche und persönliche Weiterentwicklung als Hauptmotive

Geht es um die Motive für eine Weiterbildung, so steht die fachliche Weiterentwicklung für die Berufstätigen an der Spitze; rund drei Viertel geben dies an. Auf Platz zwei folgt die persönliche Weiterentwicklung mit 66 Prozent. 42 Prozent wollen durch Weiterbildung bei ihrem gegenwärtigen Arbeitnehmer vorankommen; bei den jüngeren Befragten liegen die Werte noch deutlich höher. Außerdem versprechen sich 41 Prozent der Angestellten durch eine Fortbildung, ihre Karriereperspektive zu verbessern. 76 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass sie bei ihrer letzten Weiterbildungsmaßnahme Fähigkeiten erworben haben, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen. Das sind Ergebnisse einer aktuellen  Befragung von > Indeed unter 1064 Angestellten in Deutschland.

Jeder Zweite würde für Weiterbildung das Wochenende opfern

Knapp jeder zweite Befragte würde auch ein Wochenende für die eigene Weiterbildung verwenden. Urlaubstage würden 17 Prozent dafür einsetzen. Rund jeder Vierte würde bis zu zehn Prozent der Kosten für die Weiterbildungsmaßnahme investieren. Gut jeder Zehnte würde bis zu 25 Prozent der Kosten übernehmen und knapp fünf Prozent würden auch mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. Etwa ein Drittel der Befragten wäre überhaupt nicht bereit, finanziell oder durch Opfern von Wochenenden oder Urlaub in die eigene Weiterbildung zu investieren. Je älter die Arbeitnehmer sind, umso geringer die Bereitschaft dazu.

Ein Drittel der Arbeitgeber macht keine Weiterbildungsangebote

Bei der Mehrheit der Befragten macht der Arbeitgeber Weiterbildungsangebote. 56 Prozent schlagen interne Schulungen vor, 39 Prozent weisen auf passende externe Schulungen hin. Ein Drittel der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungsangebote von Unternehmen, bei Arbeitern sind es sogar knapp über 50 Prozent.

Bei den Berufstätigen, die keine Weiterbildungsangebote vom Arbeitgeber erhalten, wird ein Drittel von sich aus initiativ und schlägt dem Unternehmen Fortbildungsmaßnahmen vor. Die restlichen zwei Drittel engagieren sich nicht selbst für ihre Weiterbildung.

Aus Sicht der Arbeitnehmer ist Weiterbildung also offenbar eine Bringschuld des Arbeitgebers,

sagt Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed Deutschland. Grundsätzliches Interesse an der eigenen Weiterbildung bestehe zwar, doch es mangele an Eigeninitiative.