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Deutschlandstipendium unabhängig von sozialer Herkunft



Grundlage des Berichts sind Daten aus einer repräsentativen Befragung zur Sozialstruktur von rund 2.300 Stipendiaten und 50 Hochschulen, die der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2012 und den Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Studierenden des Wintersemesters 2014/2015 gegenübergestellt wurden.

Viele Stipendiaten mit Migrationshintergrund

Dem Bericht zufolge entsprechen die Deutschlandstipendiaten in ihren sozialen Merkmalen ganz überwiegend der Studierendenschaft allgemein. So betrage der Anteil der Nicht-Akademikerkinder unter den Stipendiaten genau wie bei allen Studierenden 50 Prozent. Auch in Bezug auf Geschlecht, Alter und Familienstand der Stipendiaten seien die Zahlen ausgeglichen. Mehr als 22.500 Studierende (2014) wurden mit einem Deutschlandstipendium gefördert.

Ein soziales Merkmal der Deutschlandstipendiaten fiel jedoch in dem Bericht auf: Es wurden überdurchschnittlich viele Studierende mit Migrationshintergrund gefördert. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) habe eine Einwanderungsgeschichte in seiner Familie, im Schnitt aller Studierenden seien es 23 Prozent.

BAföG und Deutschlandstipendium nicht gegeneinander ausspielen

Seit bereits 2011 unterstützt das Deutschlandstipendium Studierende, die begabt und leistungsstark sind und gesellschaftliches Engagement zeigen, unabhängig von ihrem Einkommen mit 300 Euro im Monat. Dafür tragen private Förderer 150 Euro pro Stipendium im Monat bei, der Bund finanziert die andere Hälfte.

Sowohl die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) als auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) befürworten das Deutschlandstipendium als ein sinnvolles Modell, von dem Studierende, Hochschulen und Förderer gleichermaßen profitieren können. Allerdings sollten BAföG und Deutschlandstipendium sich ergänzen und nicht gegeneinander ausgespielt werden. So liege der Anteil der BAföG-Empfänger unter den Deutschlandstipendiaten bei rund einem Viertel und entspreche damit fast genau dem Anteil der BAföG-Empfänger unter allen Studierenden.

Weitere Informationen, der vollständigen Bericht der Bundesregierung und die ausführlichen Abschlussberichte der Evaluation und Begleitforschung zum Deutschlandstipendium sind im Internet unter › www.bmbf.de erhältlich.