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Die beliebtesten Online-Kurse zu digitalen Themen in 2020

Jemand sitzt vor Laptop, auf Monitor
Das beliebteste Thema bei Online-Kursen zu Digitalthemen war im letzten Jahr waren “Digitale Geschäftsmodelle”.
Foto: © Rawf8-stock.adobe.com

Für die Analyse hat > Masterplan das Lernverhalten von 200 000 Nutzern der Fortbildungsplattform in über 200 Unternehmen ausgewertet. Das Ranking der zehn beliebtesten Online-Kurse zur Digitalisierung zeigt den prozentualen Anteil der Nutzer der Plattform, die den jeweiligen Kurs belegt haben. Das beliebteste Thema mit 42,2 Prozent waren “Digitale Geschäftsmodelle”. Auf Platz zwei mit 40,2 Prozent steht die “Plattform-Ökonomie”. Das Thema “Von Blockchain bis KI – neue Technologien” kam mit 39,2 Prozent auf den dritten Platz. “New Work: Von Home Office bis Agile” steht mit 38,6 Prozent auf dem vierten Rang, gefolgt von “Lean, Scrum, Kaban & Design Thinking – innovative Arbeitsmethoden” mit 37,7 Prozent. Die Rangskala der Top-Ten-Kurse wird komplettiert von “MVP – Minimum Viable Product (34,7 Prozent), “Digital Collaboration: Soziale Netzwerke in Unternehmen” (32,8 Prozent), “Objective & Key Results (31,1 Prozent), “Big Data” (28,7 Prozent) sowie “Recht im Internet” (28 Prozent).

Gründe für die unterschiedliche Beliebtheit von Themen von Homeoffice bis OKR

Die Ergebnisse zeigen, dass Kurse zu den Themen “Homeoffice” und “New Work” trotz Corona nur im Mittelfeld liegen, was das Interesse der Lernenden betrifft. Ein Grund dafür kann nach Ansicht von Masterplan-Gründer Stefan Peukert darin liegen, dass die Umstellung auf Homeoffice für die meisten Unternehmen sehr erfolgreich gelaufen sei. Was New Work betrifft, stehe man erst am Anfang; Peukert denkt, dass solche Kurse mit der Zeit populärer werden, ebenso die zum Thema Homeoffice, da die meisten Unternehmen die Arbeit von zuhause aus auch nach Corona öfter anbieten wollen. Dass die Themen “Digitale Geschäftsmodelle” und “Plattform-Ökonomie” so relevant sind, erklärt er damit, dass hierzulande noch eine Wirtschaft dominiere, die aus der Offline-Welt komme, die Unternehmen aber die digital nativen Plattformen aus Amerika und China bewunderten und zugleich fürchteten; daher gebe es auch ein so großes Interesse daran, diese Ansätze im Detail zu verstehen und anzuwenden. Auffällig ist, dass Themen wie “Objective & Key Results” (OKR) und “Minimum Viable Product” (MVP) öfter belegt wurden als “Recht im Internet”. Dazu sagt Peukert, OKR sei ja kein kleines Spezialthema, sondern eines, in dem die Deutschen noch nicht so gut seien. Aber auch die Buzzword-Ökonomie habe sicher damit zu tun, da man von OKR und MVP irgendwo schon gehört habe und beim nächsten Mal mitreden können möchte.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.