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Digitalisierung beeinflusst die Weiterbildungsbranche

Ob E-Learning, auch per App, oder Webinare: Immer mehr Online-Formate ziehen in die Weiterbilung ein. Foto: © daviles/Fotolia.de
Ob E-Learning, auch per App, oder Webinare: Immer mehr Online-Formate ziehen in die Weiterbilung ein. Foto: © daviles/Fotolia.de

Der Wuppertaler Kreis e.V., Bundesverband betriebliche Weiterbildung, zeichnet mit dem aktuell ermittelten Geschäftslage-Index von 113 Punkten ein positives Bild über die Lage auf dem Weiterbildungsmarkt. Im vergangenen Jahr haben mehr als 1,3 Millionen Teilnehmer, überwiegend Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft, an einem der über 140.000 Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises teilgenommen.

Zuwachs bei firmeninternen Seminaren

Auch im laufenden Jahr rechnen die Institute mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre. Besonders bei firmeninternen Seminaren sind die Erwartungen positiv: Zwei Drittel der Institute rechnen hier mit Zuwächsen. Aktuell machen die Inhouse-Schulungen im Schnitt rund 23 Prozent des Umsatzes aus. An der Spitze stehen offene Seminare mit rund 30 Prozent Umsatzanteil. Insgesamt ist die Stimmung im Vergleich zu den Vorjahren jedoch etwas weniger optimistisch aufgrund der Wettbewerbssituation und der Kostenentwicklung. Ein Viertel der Mitgliedsunternehmen rechnet in diesem Jahr mit Umsatzrückgängen. Vor allem bei Maßnahmen für öffentliche Auftraggeber gibt es Rückgänge zu verzeichnen, aber auch bei offenen Seminaren und Tagungen sowie im Coaching berichten mehrere Institute über Umsatzrückgänge.

Online-Lernformen stark im Aufwind

Die Weiterbildungsbranche wird durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Die Anbieter erleben die Digitalisierung als Treiber für eine noch stärkere Integration der Weiterbildungsdienstleistungen in die Prozesse der Unternehmen. Weiterbildungsinstitute entwickeln sich zu Systemanbietern, die als Outsourcing-Partner von Unternehmen alle Bildungsleistungen aus einer Hand anbieten. Sie sind auch Wissensmanager, die im laufenden Arbeitsprozess Bildung nachfrageorientiert “just in time” organisieren. Zwei Drittel der Institute bieten Online-Formate wie das Lernen in virtuellen Klassenzimmern und Webinare an. Auch Videoproduktionen gehören dabei zum Angebot. Für die Zukunft erwarten die Bildungsunternehmen, dass sich der Trend zum digitalen Lernen fortsetzt und dass Präsenzformate zunehmend durch digitale Angebote ergänzt werden. Bildungsinhalte werden zukünftig vermehrt in Form von Weiterbildungs-Apps entwickelt und den Betrieben für ihre Beschäftigten bereitgestellt.

Einsatzfelder bei Führungskräfteentwicklung und Flüchtlingsintegration

Im Bereich der Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung sehen die Weiterbildungsdienstleister den höchsten Entwicklungs- und Handlungsbedarf in Bezug auf die Kompetenzen strategisches Denken sowie auf Fähigkeiten im Management von Veränderungen im Unternehmen.

Fast zwei Drittel der Weiterbildungsinstitute führen in Zusammenarbeit mit Unternehmen praxisnahe Integrations- und Qualifizierungsprogramme durch oder haben konkrete Planungen dafür.

Die vollständigen Ergebnisse der Verbands-Umfrage “Trends in der Weiterbildung” gibt es > hier.