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Digitalisierung verändert den Weiterbildungsmarkt

Mann lernt am Laptop per Online-Training/Webinar.
Selbstgesteuertes und Online-Lernen sind die wichtigsten Weiterbildungstrends.
Foto: © Kaspars Grinvalds/Fotolia.de

Das zeigt die aktuelle Verbandsumfrage der Mitgliedsinstitute im Wuppertaler Kreis e.V. – Bundesverband betriebliche Weiterbildung.

Aus Sicht der Bildungsunternehmen hierzulande sind es besonders die mit der Digitalisierung verbundenen Entwicklungen, die derzeit Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung stellen. In der aktuellen Verbands-Umfrage “Trends in der Weiterbildung” des Wuppertaler Kreises stimmten 92 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Digitalisierung eine tiefgreifende Umstellung der Geschäftsmodelle und der internen Abläufe bedeutet, mit einem hohen Bedarf an Change Management und Qualifizierung. 84 Prozent der Weiterbildungsinstitutionen sagen, dass IT-Kompetenzen in nahezu allen Berufsbereichen immer wichtiger werden und einen zunehmenden Anteil an Qualifizierungen einnehmen. 94 Prozent sind der Ansicht, dass grundlegend veränderte Berufsbilder einen steigenden Neu- und Nachqualifizierungsbedarf bei bestehenden Berufen bewirken. Das sind Ergebnisse der aktuellen Verbands-Umfrage “Trends in der Weiterbildung” des Wuppertaler Kreises.

Abeitsnahe Lernprozesse im Fokus

Dass die Globalisierung, mobiles Arbeiten und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten zu einem höheren Bedarf an modernen und nicht seminargebundenen Lernformen führen, sagen 88 Prozent der Befragten. 94 Prozent sind der Meinung, dass es eine aktive Personalentwicklung und einen besonderen Fokus auf arbeitsplatznahe Lernprozesse benötigt, um lebenslanges Lernen zu unterstützen.

Bedeutung von Führungskompetenz nimmt zu

Angesichts der dynamischen Entwicklung der Unternehmen sind Führungskompetenzen weiterhin gefragt, so dass Angebote für Führungskräfte – zum Beispiel Beratungs- und Coaching-Fähigkeiten sowie Teamentwicklung – im Angebot der Weiterbildungsdienstleister eine weiterhin wichtige Rolle spielen. Jeder zweite Befragte gab an, dass Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten gegenüber Fachqualifikationen an Bedeutung gewinnen. Auch Angebote zur Bewältigung besonders herausfordernder Führungssituationen, etwa die Führung international verteilter Teams, nehmen nach Ansicht der Befragten in Zukunft noch an Bedeutung zu.

Selbstgesteuertes Lernen liegt besonders im Trend

Geht es um die Bedeutung der verschiedenen Weiterbildungsformate, liegen vor allem Angebote für selbstgesteuertes Lernen – zum Beispiel auf Lernplattformen – im Trend. Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass die Bedeutung solcher Lernformen zunimmt. Ebenso viele sagten, dass die Relevanz von Präsenzseminaren mit Blended-Learning-Anteilen steigt. Ebenfalls im Trend liegen Simulationen/Virtual Reality sowie Blended Learning und E-Learning an sich (je 72 Prozent).  Die Bedeutung von Coaching nimmt nach Meinung von 64 Prozent der Umfrageteilnehmer zu, gefolgt von neuen Bildungstechnologien wie Gamification (61 Prozent), Großveranstaltungen mit interaktiver Gestaltung (56 Prozent), Teamentwicklungsmaßnahmen (50 Prozent) und Online-Coaching, zum Beispiel per Skype (48 Prozent). Jeder Vierte (25 Prozent) denkt, dass Fachtagungen und Konferenzen zunehmen. Bei offenen Seminaren glauben 22 Prozent, dass deren Bedeutung steigt, genauso viele denken jedoch, dass sie abnimmt.

Auch Weiterbildungsinstitute müssen digitaler werden

Als weiteren Trend ermittelte die Befragung, dass sich Weiterbildungsunternehmen immer mehr zu “full service”-Anbietern entwickeln werden, die neben dem traditionellen Bildungsangebot ein breites Spektrum an mediengebundenen Bildungsformaten anbieten, die in die zunehmend digitalisierten Personalentwicklungsprozesse der Unternehmen eingebunden werden. Dafür müssen die Weiterbildungsanbieter die Chancen der Digitalisierung auch selbst nutzen und ihr Angebot digital ausrichten.

Positive Stimmung auf dem Weiterbildungsmarkt

Die Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises führten 2016 über 155 000 Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen durch. Sie verzeichneten insgesamt 1,4 Millionen Teilnehmer, überwiegend Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft. Bei den Mitgliedsunternehmen sind mehr als 13 800 fest angestellte Mitarbeiter tätig. Die meisten der Institute im Wuppertaler Kreis konnten ihren Umsatz weiter erhöhen. Gemeinsam erzielten sie 2016 einen Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Zuwächse erzielten die meisten Mitgliedsunternehmen sowohl bei den Teilnehmerzahlen offener Seminare als auch bei den Auftragseingängen für firmeninterne Seminare. Der Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Verbands zeigt nach einem leichten Abwärtstrend seit dem Jahr 2012 (129 Indexpunkte) bis zum Jahr 2016 (113 Punkte) für dieses Jahr wieder einen Anstieg und erreicht 121 Indexpunkte.

Die vollständigen Ergebnisse der Verbands-Umfrage “Trends in der Weiterbildung” gibt es > hier zum Download.

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