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Duale Berufsausbildung für Hochschulaussteigende interessant

Zu diesen Ergebnissen kam eine Studierendenbefragung der Universität Maastricht in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Die Befragung zur Attraktivität der beruflichen Bildung wurde im September 2015 online mit über 12.000 Studierenden an deutschen Hochschulen durchgeführt.

Fachinformatiker und medizinische Fachangestellte haben gutes Image

Dem BIBB zufolge zeigt die Umfrage, dass die duale Berufsbildung bei den Studierenden insgesamt positive Anerkennung findet: So bewerteten die Studierenden sie auf einer Skala von 1 (gering) bis 5 (hoch) mit einem Wert von 3,72 als überdurchschnittlich gut. Gefragt nach ihrer Einschätzung zu spezifischen Berufen zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede: Demnach stünden bei den Befragten Berufe wie “Fachinformatiker/-in”, “Medizinische/-r Fachangestellte/-r” und “Forstwirt/-in” hoch im Kurs, vergleichsweise schlecht sei dagegen das Image von Berufen wie “Gebäudereiniger/-in”, “Friseur/-in” und “Kaufmann/-frau im Einzelhandel”.

Bezahlte Praktika und Anrechnung hochschulischer Lernleistungen sind “Lockmittel”

Die Befragungsergebnisse zeigen dem BIBB zufolge auch, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssten, um das Interesse von potenziellen Studienaussteigenden an einem Wechsel in die betriebliche Bildung zu steigern: Beispielsweise würde rund 80 Prozent der Studienzweifler, die in einer dualen Berufsausbildung bisher keine Option sähen, die Entscheidung für eine Ausbildung leichter fallen, wenn sie den Betrieb beziehungsweise das Unternehmen vorab im Rahmen eines bezahlten Praktikums kennenlernen könnten. Würde ein solches Praktikum ohne Vergütung in Aussicht gestellt, könnten immerhin noch 69 Prozent sich vorstellen zu wechseln. Wichtig sei dieser Gruppe von Studienzweiflern, dass im Falle eines Umstiegs in die duale Berufsausbildung entweder die bisher im Studium erbrachten Lernleistungen auf die Abschlussprüfung angerechnet würden (81 Prozent) oder durch eine Anrechnung der hochschulischen Lernleistungen die Ausbildungsdauer verkürzt werden könne (ebenfalls 81 Prozent).

Eine ausführlichere Darstellung der Umfrage-Ergebnisse inklusive Grafiken und Tabellen sind im Internetangebot des BIBB unter › www.bibb.de/de/34440.php erhältlich.