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Fortbildungsabsolventen können sich sehenlassen

Aufstiegsfortbildungen zahlen sich in jeder Hinsicht aus und lassen die Absolventen oft nicht schlechter dastehen als Akademiker.
Bild: © schinsilord/Fotolia.de
Aufstiegsfortbildungen zahlen sich in jeder Hinsicht aus und lassen die Absolventen oft nicht schlechter dastehen als Akademiker.
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Wer sich nach der Berufsausbildung zum Meister oder Fachwirt fortbilden lässt, ist ähnlich gut aufgestellt wie Akademiker. Die Absolventen übernehmen in ihrem Erwerbsleben oft viel Verantwortung, erzielen ein gutes Einkommen und müssen sich gegenüber Akademikern nicht verstecken, wie eine Studie zeigt.

Fortbildungsabsolventen sind in allen Berufen zu finden, werden aber oft in verschiedenen Bereichen eingesetzt: So arbeiten sie häufiger in Metall- und Elektroberufen, der sonstigen Produktion oder im Sektor Bau- und Gebäudetechnik. Hochschulabsolventen dagegen sind öfter in naturwissenschaftlichen und Informatikberufen sowie im Bereich Gesundheit, Soziales und Bildung anzutreffen.

Durchaus gute Karrierechancen

Knapp zwei Drittel der Unternehmen bewerten die Karrieremöglichkeiten von Fortbildungsabsolventen als mindestens gleichwertig wie die von Hochschulabsolventen, fast jeder sechste Arbeitgeber schätzt sie sogar als höher ein. Im gewerblich-technischen und im kaufmännisch-wirtschaftswissenschaftlichen Bereich räumt rund jede zweite Firma Fortbildungs- und Hochschulabsolventen vergleichbare Karriereperspektiven ein und knapp ein Fünftel sieht Fortbildungsabsolventen in dieser Hinsicht sogar vor Akademikern.

Fortbildungsabsolventen sind öfter direkte Vorgesetzte

Auch im Sinne von Personalführung ist “Karriere machen” nicht nur Akademikern vorbehalten, jedenfalls auf der unteren Führungsebene: 47 Prozent der Berufstätigen mit Fortbildungsabschluss sind als direkte Vorgesetzte tätig, während es bei den Akademikern nur 39 Prozent sind. Außerdem haben 80 Prozent der Fortbildungsabsolventen eine fachliche Weisungsbefugnis gegenüber 69 Prozent bei Akademikern. Das sind Ergebnisse der Studie “Karrierefaktor berufliche Fortbildung”, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung durchgeführt hat. Dafür wurden die Karriereperspektiven von Absolventen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung – etwa zum Meister oder Fachwirt – untersucht.

Auch Fortbildungsabsolventen erzielen hohe Einkommen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen zahlt Fortbildungsabsolventen ein mindestens so hohes Gehalt wie Akademikern. Bei einem von fünf Arbeitgebern verdienen Absolventen einer Aufstiegsweiterbildung mehr als Hochschulabsolventen. Über 60 Prozent der Unternehmen geben an, dass das Gehalt von Fortbildungsabsolventen kaufmännischer Fachrichtung in etwa so hoch ist wie das Gehalt von Bachelorabsolventen wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung, sowohl direkt nach dem Erwerb des jeweiligen Abschlusses als auch fünf Jahre später. In gut einem Viertel (27 Prozent) der Unternehmen fällt das Einstiegsgehalt von Fortbildungsabsolventen etwas oder deutlich niedriger aus als das von Bachelorabsolventen. Die negative Abweichung wird im Laufe der Zeit etwas weniger und liegt nach fünf Jahren noch bei 18 Prozent. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Firmen, in denen Fortbildungsabsolventen mehr verdienen als Bachelorabsolventen, in den ersten fünf Jahren von zwölf auf 20 Prozent zu. In naturwissenschaftlich-technischen Fachrichtungen zeigt sich ein ganz ähnliches Bild.

Die vollständige Studie sowie eine Kurzfassung stehen > hier zum Download zur Verfügung.

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