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Männer sind öfter besser qualifiziert als ihre Partnerin

Mann und Frau nebeneinander, jeweils mit einem Buch in der Hand, das das Gesicht halb verdeckt
Wer steht bildungsmäßig besser da? Zwei Drittel der Paare haben einen ähnlichen Abschluss.
Foto: © contrastwerkstatt/Fotolia.de

Bei rund zwei von drei Paarbeziehungen in Deutschland haben beide Partner den gleichen Bildungsstand. Beim restlichen Drittel ist es so, dass die Zahl der Männer, die über ein höheres Bildungsniveau verfügen als ihre Partnerinnen, höher ist als die Zahl der Frauen, die ihre Partner in dieser Hinsicht überflügeln.

63 Prozent der in einer Partnerschaft lebenden Frauen und Männer hierzulande haben in etwa das gleiche Bildungsniveau. Bei über einem Viertel der Paare (27 Prozent) hat der Mann einen formal höheren Abschluss. Der umgekehrte Fall trifft seltener zu: Von den Frauen, die die mit einem Mann im Haushalt zusammenleben, weisen lediglich zehn Prozent ein höheres Bildungsniveau als der Partner auf. Das geht aus aktuellen Informationen des Statistischen Bundesamts (> Destatis) hervor; die Daten basieren auf dem Mikrozensus 2017. Für den Mikrozensus wird jährlich ein Prozent der Haushalte in Deutschland befragt.

Unverheiratete und Ost-Frauen haben öfter einen Bildungsvorsprung

Die Betrachtung in West- und Ostdeutschland ergab, dass sich die Zahlen im Westen kaum vom Bundesdurchschnitt unterscheiden. Im Osten hingegen zeigt sich eine leichte Abweichung: Hier ist die Anzahl der Männer, die besser qualifiziert sind als ihre Partnerinnen, mit 20 Prozent etwas geringer und der Teil der Frauen, die einen höheren Bildungsabschluss haben als ihre Partner, fällt mit 13 Prozent etwas höher aus.

Bei Ehepaaren, die die Mehrzahl der Paargemeinschaften bilden, entspricht das Verhältnis dem allgemeinen Durchschnittswert. Von den unverheirateten Paaren verfügen 65 Prozent über ein ähnliches Bildungsniveau, während 20 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen einen höheren Bildungsstand haben als ihre Lebenspartner. In gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften ist der formale Abschluss der Partner oder Partnerinnen in 63 Prozent der Fälle gleich. Bei zusammenlebenden Frauen trifft dies in 66 Prozent zu, bei Männern zu 60 Prozent.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.