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„Über den eigenen Tellerrand schauen kommt sehr gut an“

Bild: REDPIXEL/Fotolia.de
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Gute Mitarbeiter? Ein kostbares Gut für jedes Unternehmen. Umso wichtiger ist es, den eigenen Leuten Rahmenbedingungen zu liefern, damit sie sich wohlfühlen und lange bleiben. Zwei Managerinnen der Agentur Palmer Hargreaves zeigen, wie man dies durch diverse Weiterbildungsformate schafft.

Die Konkurrenz ist groß, gute Leute rar und die Ansprüche hoch. Nicht nur mittelständische Agenturen müssen sich anstrengen und viele Bewerber – vor allem im Senior Level – geradezu umwerben. Claudia Mühl (HR Director), wie und wo werden bei PH neue Kollegen gefunden?
Claudia Mühl (CM): Zunächst muss man sie erreichen. Deshalb versuchen wir überall präsent zu sein, wo unsere potenziellen Bewerber sind, also auf Facebook, Xing, Linkedin, Twitter etc.. Lokale Events wie die Nachwuchsinitiative adday/adnight sind eine tolle Gelegenheit, um interessante Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. Berufseinsteiger und Junioren adressieren wir in den einschlägigen Börsen, wie dasauge.de oder im pr journal. Kollegen mit längerer Berufserfahrung zu finden, ist schon schwieriger. Hier greifen wir unter anderem auf unser Netzwerk in Social Media zurück.

Claudia Mühl, HR Director; Foto: Palmer Hargreaves
Claudia Mühl, HR Director; Foto: Palmer Hargreaves

Wichtig ist im Bewerbungsverfahren außerdem, einen zügigen und transparenten Kommunikationsprozess mit den Leuten aufrecht zu erhalten.  

Und wie umwerben Sie sie?
CM: Neue Kollegen erhalten bei PH ein umfassendes Onboarding und bekommen zu Beginn einen Paten an die Seite gestellt. Somit lernen sie die Agentur und ihre neuen Kollegen direkt von Anfang an besser kennen. Dazu bieten wir Gleitzeit und Home Office, was lange nicht in jeder Agentur der Standard ist. Eine besondere Rolle spielt auch unsere PH-Academy.

Tanja Gieleßen, Sie verantworten die PH Academy. Was genau ist das?
Tanja Gieleßen (TG): Dies ist ein internes Fortbildungsprogramm, das auf fünf Säulen fußt: das sind die Einsteiger-, Fortgeschrittenen-, Spezial- und Wohlfühlprogramme sowie Individuelle Weiterentwicklung. Die erste Säule widmet sich ganz speziell neuen Kollegen und enthält Bausteine wie unser PH-Patenprogramm oder den Starter Workshop. Säule Nummer zwei umfasst von Mitarbeitern erstellte Vorträge und Workshops zu aktuellen Kommunikationsthemen, wie Influencer Marketing oder Native Advertising. Zur dritten Säule zählen Workshops und Veranstaltungen von externen Beratern und Coaches, zu Themen wie “Rhetorik und Kundenkommunikation” oder “Zeit- und Selbstmanagement”. Wir bitten aber auch Kunden oder andere Externe um Impulsvorträge. Sie helfen uns, über den Tellerrand des Alltagsgeschäfts hinauszuschauen, wenn wir uns beispielsweise mit der “Generation Y” oder dem “Ich als Marke” beschäftigen.

Tanja Gieleßen, Management Supervisor; Foto: Palmer Hargreaves
Tanja Gieleßen, Management Supervisor; Foto: Palmer Hargreaves

Wissensvermittlung ist also ein wesentlicher Aspekt. Was passiert noch in der PH Academy?
TG: Wir haben dazu ergänzend die vierte Säule ausgelegt, um die Unternehmenskultur und den Teamspirit mit teamübergreifenden Aktivitäten zu stärken. Hier gibt‘s Schnuppersport mit  Wakeboarden oder American Football und kulturelle Events. Die fünfte und letzte Säule “Individuelle Weiterentwicklung” liegt in den Händen von Claudia und ihrem HR-Team. Hier geht es um ganz gezielte Fortbildung für einzelne Kollegen.

Wie oft finden die Veranstaltungen der Academy denn statt?
TG: Wir organisieren das in Quartalen, das heißt es gibt vier PH Academy-Lehrpläne pro Jahr. Je Quartal bieten wir jeweils um die 20 verschiedene Veranstaltungen an. Insgesamt gab es in den zwei Jahren bisher rund 90 unterschiedliche Veranstaltungen.
 
Und wie ist die Resonanz?
TG: Wir sind sehr zufrieden, und die Entwicklung ist absolut positiv. Insgesamt haben bereits über 90 Prozent unserer Mitarbeiter irgendwann einmal an einer Academy-Veranstaltung teilgenommen, das ist schon eine sehr hohe Akzeptanz. Wir freuen uns auch darüber, dass sich sehr viele Kollegen in die Academy einbringen, Vorschläge für Veranstaltungen machen, ihr Wissen als Referenten an die Kollegen weitergeben oder ihr Netzwerk nutzen, um interessante externe Sprecher zu vermitteln.

Frage an Claudia: Erkennen Sie einen Einfluss der PH Academy auf die Fluktuation?
CM: Das ist natürlich schwer zu sagen. Zumal die Gründe für einen Arbeitswechsel ja sehr vielfältig sein können. Uns wird aber in den Personalgesprächen sehr gutes Feedback zur Academy gegeben, und auch Bewerber finden sie sehr spannend. Denn Einblicke in ganz andere Themen und Zuständigkeitsbereiche zu erhalten, bringt oft neue Ideen, die direkt in Kundenprojekten umgesetzt werden können. Durch die Academy sieht man die Dinge noch mal aus einer anderen Perspektive, schafft ein erweitertes Netzwerk und tauscht sich intensiver mit Kollegen aus. Immerhin sind wir in Köln 130 Mitarbeiter mit sehr unterschiedlichen Funktionen! Gut kommt bei allen auch an, dass jeder eigene Vorschläge einbringen – und umsetzen! – kann.

TG: Das positive Feedback kann ich nur bestätigen. Wir haben letztes Jahr einmal eine kleine Umfrage zum 1-jährigen Jubiläum der Academy gestartet. Danach waren über 90 Prozent  zufrieden oder sehr zufrieden. Uns bestärkt das in jedem Fall, das Konzept eher noch auszuweiten als einzudampfen.

Gibt es hier schon konkrete Pläne, wie es weitergeht?
TG: Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Erweiterung unserer Agenturräume. Dann bekommen wir auch einen Extra-Raum für die PH Academy und belegen nicht mehr so oft unsere Meeting-Räume.

CM: Unser starkes Wachstum in den vergangenen Jahren ist einerseits eine Herausforderung an Prozesse und Strukturen. Und andererseits sehen wir es als Chance – für PH als Agentur, aber auch für jeden Einzelnen – ein passendes Verhältnis von Stabilität und Dynamik zu finden. Die Academy und das Potenzial unserer Leute sind ein wichtiges Fundament für diese positive Entwicklung.


Welche anderen Mittel die Agentur einsetzt, um gute Fachkräfte zu finden und an sich zu binden, erfahren Sie auf der › Karriereseite von Palmer Hargreaves.

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