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Ist die Berufsausbildung für Abiturienten weiterhin attraktiv?

Demnach hatte in 2013 jeder vierte Azubi bzw. hatten mehr als 130.000 junge Erwachsene mit neuem Ausbildungsvertrag Abitur oder Fachabitur. Laut BIBB-Analyse auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ist sogar ihr Anteil von 20 Prozent im Jahr 2009 auf 25 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

Abiturienten konzentrieren sich auf Dienstleistungsberufe

Die BIBB-Analyse zeigt allerdings auch, dass sich die jungen Erwachsenen mit Hochschulreife auf einige wenige Ausbildungsberufe beschränken. Denn obwohl im dualen Berufsbildungssystem insgesamt 328 Ausbildungsberufe angeboten werden, entschied sich beispielsweise 2013 jeder zweite studienberechtigte Auszubildende mit einem neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag für einen der Top-10-Berufe. Diese seien übrigens alle im Dienstleistungsbereich angesiedelt und reichten vom Industriekaufmann über Bankkaufmann, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Fachinformatiker, Bürokaufmann, Kaufmann im Einzelhandel, Steuerfachangestellter, Kaufmann für Bürokommunikation, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bis hin zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Ein Ausbildungsberuf aus dem Produktionsbereich findet sich unter diesen Top-10-Berufen nicht, so das BIBB.

Herausforderung: Abiturienten für andere Branchen gewinnen

Trotz der wachsenden Zahl an Abiturienten, die sich für eine Ausbildung entscheiden, hält das BIBB deren enges Berufswahlspektrum für bedenklich. Das mit Blick auf den demografischen Wandel dringend erforderliche Werben der Ausbildungsbetriebe um Studienberechtigte und Studienaussteiger dürfe letztendlich nicht dazu führen, dass sich diese jungen Erwachsenen in den wenigen von ihnen bevorzugten Berufen künftig noch mehr Konkurrenz machen. Daher bestehe in den kommenden Jahren die große Herausforderung, einerseits Studienberechtigte und Studienaussteiger durch attraktive Angebote und Karrierechancen auch für den Produktions- beziehungsweise handwerklichen Bereich zu gewinnen, ohne dass dies zu den befürchteten Verdrängungseffekten zu Lasten von jungen Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen führe, erklärte das BIBB.

Weitere Informationen zur Zahl der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag, aufgeschlüsselt nach höchstem allgemeinbildenden Schulabschluss, enthält das Kapitel A 4.6, »www.bibb.de/datenreport.

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