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ITler wollen mehr Fortbildungsinitiativen vom Arbeitgeber

Schulungsraum mit Trainer, Teilnehmer vor PCs
IT-Spezialisten wünschen sich von Arbeitgebern mehr Weiterbildungsangebote, am besten klassische Seminare.
Foto: © Photographee.eu/StockAdobe

Die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, neue Methoden, eine zunehmende Anzahl von Innovationen, aber auch neue gesetzliche Bestimmungen verlangen von ITlern, immer up-to-date zu sein. Die Unternehmen wiederum sind auf eine große Lernbereitschaft ihrer Mitarbeiter angewiesen. Tatsächlich sind auch nahezu 100 Prozent der IT-Professionals zu lebenslangem Lernen bereit. Sie erwarten aber auch, dass sie von ihrem Arbeitgeber entsprechende Weiterbildungsangebote erhalten.

Weiterbildungsmöglichkeiten für ITler wichtiger als das Gehalt

Weiterbildungsmöglichkeiten sind für IT-Fachkräfte das zweitwichtigste Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers; 86,6 Prozent gaben dies an. Lediglich die Zusammenarbeit in einem harmonischen Team bekommt mit 90,1 Prozent noch mehr Zuspruch. Ein gutes Gehalt folgt mit 84,9 Prozent erst an dritter Stelle und auch die technische Ausstattung ist weniger relevant als Fortbildungsangebote. Die meisten Informatiker bevorzugen klassische Seminare während der Arbeitszeit. Nur 14 Prozent sind bereit, sich auch in der Freizeit fortzubilden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von > Gulp, an der 265 IT-Professionals teilgenommen haben.

Nur jeder Vierte fühlt sich technisch vollkommen up-to-date

Die Studienergebnisse zeigen jedoch, dass sich lediglich ein knappes Viertel der befragten ITler (22,8 Prozent) up-to-date fühlt, was das derzeitige Weiterbildungsniveau betrifft. 58,9 Prozent geben an, sie seien nur teilweise zufrieden. Fast jeder Fünfte (18,3 Prozent) ist sogar überhaupt nicht zufrieden. Der Hauptgrund dafür ist für rund jeden Zweiten (50,9 Prozent), keine Unterstützung vom Arbeitgeber zu bekommen. Circa jeder Vierte (26,3 Prozent) sagt, aus persönlichen oder familiären Gründen keine Zeit dafür zu haben. Jeder Sechste (16,2 Prozent) beklagt, es gebe kein passendes Schulungsangebot, und 6,6 Prozent nennen sonstige Gründe. Insgesamt gab mehr als jeder zweite Studienteilnehmer an, mit dem Angebot seines Arbeitgebers unzufrieden zu sein. Jeder Dritte ist sich noch nicht einmal sicher, ob sein Unternehmen Weiterbildungen überhaupt unterstützen würde.

Aus ITler-Sicht wichtigste Fortbildungsbereiche: KI und Machine Learning

Gefragt nach den Bereichen, in denen die IT-Spezialisten ihr Fachwissen auf- und ausbauen möchten, nannten 36,8 Prozent die Themen Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning sowie Big Data und Business Intelligence. 15 Prozent sind an Fortbildungen in SAP-Entwicklung interessiert und zwölf Prozent würden sich gern im Bereich VR/AR (weiter)qualifizieren.

Laut Gulp ist für die Unternehmen umfassender Aufwand nötig, um IT-Mitarbeiter anzulocken und zu halten und sich von Mitbewerbern zu unterscheiden. Dafür eigne sich ein vielfältiges und auf das Team sowie jeden einzelnen Mitarbeiter abgestimmtes Weiterbildungskonzept.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.