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Jeder zweite Deutsche hat 2014 eine Weiterbildung absolviert

Seit 2010 ist in Deutschland eine steigende Weiterbildungsbeteiligung der 18- bis 64-Jährigen zu beobachten. Den größten Zuwachs gibt es bei der betrieblichen Weiterbildung, die auch das stärkste Weiterbildungssegment ist. 2014 entfielen 70 Prozent der Weiterbildungsaktivitäten auf diesen Bereich. Die Teilnahmequote an betrieblicher Weiterbildung lag in Ostdeutschland bei 42 Prozent und ist damit höher als in Westdeutschland, wo sie 36 Prozent betrug.

An zweiter Stelle lag mit 17 Prozent die nicht berufsbezogene Weiterbildung, gefolgt von der individuellen berufsbezogenen Weiterbildung mit 13 Prozent.

Mehr Arbeiter, An- und Ungelernte in Fortbildungsmaßnahmen

Die Weiterbildungsbeteiligung war im letzten Jahr bei den Erwerbstätigen mit 58 Prozent am höchsten, gefolgt von Personen in schulischer oder beruflicher Ausbildung mit 54 Prozent. Von den Erwerbstätigen nahmen Beamte und Angestellte am häufigsten Weiterbildung wahr (64 Prozent). An zweiter Stelle folgten Selbstständige (53 Prozent) und Arbeiter (44 Prozent). Die Teilnahmequote bei Arbeitern hat sich um sechs Prozent erhöht. Auch weitere Gruppen, die bislang weniger am lebenslangen Lernen teilgenommen haben, holten auf. So stieg die Teilnahmequote bei Un- und Angelernten um sieben Prozent auf jeweils 44 Prozent.

Frauen holen bei Weiterqualifizierung auf

Ebenfalls aufgeholt haben die Frauen: Während die Teilnahmequote bei den Erwerbstätigen schon bei der letzten Erhebung ausgeglichen war, beteiligten sich nun auch in der Bevölkerung insgesamt Männer (52 Prozent) und Frauen (50 Prozent) nahezu gleich häufig an Weiterbildung.

Das geht aus dem Adult Education Survey (AES) 2014 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor. Der Report zum Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland wird seit 2007 im Abstand von zwei bis drei Jahren durchgeführt.

Die Studie steht zum Download bereit.