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Lernplattform Junto erhält 5 Millionen Euro in zweiter Finanzierungsrunde

Es ist die zweite erfolgreich abgeschlossene Millionenfinanzierungsrunde innerhalb von drei Monaten: Das Weiterbildungs-Start-up Junto hat weitere Investoren gefunden und kürzlich 5 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Berliner Jungunternehmen mitteilt, verfügen die drei Gründer nun über mehr als 6 Millionen Euro, um ihre digitale Weiterbildungsplattform auszubauen. 1,2 Millionen Euro erhielten sie in der ersten Finanzierungsrunde im Mai.

Neben den mehr als 40 Business Angels, die Junto im Frühjahr mit finanziellen Mitteln unterstützten, gewann das Start-up jetzt erstmals mit den Kapitalinvestoren Earlybird, Picus Capital und Emerge Capital auch institutionelle Geldgeber. Der zweiten Finanzierungsrunde schlossen sich außerdem weitere zehn Business Angels an.

Führungskräfte bekannter Unternehmen geben Live-Trainings

Damit gelingt dem erst im Januar 2022 gegründeten Jungunternehmen ein guter Start. Bisher nutzen laut Junto knapp 100 Unternehmen das Tool des Start-ups. Auf der Junto-Plattform gibt es interaktive Live-Trainings mit Führungskräften unter anderem von Google, Adobe und N26 sowie eine firmenübergreifende Lern-Community, um Nutzer und Nutzerinnen untereinander zu vernetzen.

„Unsere Vision geht weit über eine Lernplattform hinaus“, sagt Mitgründer Marius Hepp. „Mit Junto ermöglichen wir Talenten auf der ganzen Welt Zugang zu den praktischen Werkzeugen der erfolgreichen Tech-Firmen.“ Die Plattform solle ihnen dabei helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. „Und das ortsunabhängig und zeitlich integriert in den Arbeitsalltag“, sagt Hepp.

B2B-Weiterbildung bisher zu 90 Prozent offline

Wenn die Mitarbeitenden kontinuierlich lernen, profitiert auch ihr Unternehmen davon – so die Meinung der Investoren von Junto. „Die Entwicklung von Talenten ist entscheidend für den langfristigen Erfolg jedes Unternehmens“, sagt Paul Klemm, Partner bei Earlybird. „Dennoch hat sich die B2B-Weiterbildung in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert.“ Sie finde immer noch zu 90 Prozent offline statt und bestehe überwiegend aus langen Vor-Ort-Seminaren. „Wir sind davon überzeugt, dass Juntos Ansatz das Lernen in Organisationen effektiver macht“, so Klemm.

Für die drei Gründer, neben Hepp sind das Johannes Schnell-Kretschmer und Feliks Eyser, ist Junto nicht ihr erstes Start-up. Sie hatten in der Vergangenheit bereits Tech-Start-ups aufgebaut und verkauft. Dabei standen sie eigenen Aussagen nach selbst vor dem Problem, keine skalierbaren Trainingslösungen für Talente in ihren Unternehmen zu finden. Mit den neuen Geldern wollen sie das Mitarbeiterteam ausbauen, die Software weiterentwickeln und das Lernangebot erweitern.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.